Großbrand wütet in Roermond: Züge fahren wieder

Von: red
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Bei dem Großfeuer wurden die Gebäude eines Recyclingbetriebs völlig zerstört. Foto: Günter Jungmann
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Bei dem Großfeuer wurden die Gebäude eines Recyclingbetriebs völlig zerstört. Foto: Günter Jungmann
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Bei dem Großfeuer wurden die Gebäude eines Recyclingbetriebs völlig zerstört. Foto: Günter Jungmann
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Bei dem Großfeuer wurden die Gebäude eines Recyclingbetriebs völlig zerstört. Foto: Günter Jungmann

Roermond. Wegen eines Großfeuers in Roermond in der Nacht zum Donnerstag ist der Bahnverkehr in die niederländische Stadt eingestellt worden. Die Feuerwehr geht von Brandstiftung aus. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort, das Gebäude eines Recyclingbetriebs ist vollständig zerstört worden.

Wie das niederländische Narichtenportal 1limburg berichtet, hörten Anwohner gegen 4 Uhr eine Explosion auf dem Gelände an der Spoorlaan Noord und sahen Personen davonlaufen. Dann brach das Feuer gegen 4 Uhr in dem Betrieb aus, in dem gebrauchte Möbel verkauft werden.

Als die Feuerwehr eintraf, stand das Gebäude bereits komplett in Flammen. Es brannte völlig aus. Wegen der starken Rauchentwicklung musste der Bahnverkehr für mehrere Stunden eingestellt werden. Erst gegen 8 Uhr fuhren die Züge wieder.

Ein Sprecher der Feuerwehr spricht von Brandstiftung. Die Ermittlungen laufen. Der Verdacht, bei dem Brand könne giftiger Asbest freigesetzt worden sein, hat sich nach bisherigen Untersuchungen allerdings bislang nicht bestätigt. Anwohner wurden dennoch aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. 

In Roermond und Umgebung hatte es zum vergangenen Jahreswechsel eine Reihe schwerer Brände in Häfen gegeben, bei denen Millionenschäden verursacht wurden. So waren im Dezember bei einem Großfeuer im Jachthafen der niederländischen Stadt große Mengen des krebserregenden Stoffes freigesetzt worden.

Der Asbest war in zwei großen Bootshäusern verbaut gewesen, die bei dem Feuer zerstört wurden. Der Stoff verbreitete sich in Teilen des Stadtzentrums, die daraufhin tagelang abgeriegelt werden und aufwändig gereinigt werden mussten. Der Schaden - auch durch Verdienstausfälle der Kaufleute in der Innenstadt im Weihnachtsgeschäft - ging in die Millionen.

Mitte Januar brannte es in einem weiteren Hafen in der Nähe der Stadt erneut. Auch dabei wurden zahlreiche Boote und Jachten zerstört. Insgesamt gab es innerhalb von fünf Wochen vier Brände in Häfen, die Polizei geht in drei Fällen von Brandsftiftung aus.

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