Grenzüberschreitender Wettbewerb für Designstudenten

Von: Katrin Fuhrmann
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„Macht das, wovon ihr überzeugt seid. Nur dann seid ihr gut“: Ron Arad vor Designstudenten in Maastricht. Foto: Connect Limburg

Maastricht. Wenn ein renommierter Industriedesigner und Architekt mal wieder von seinem Wohnort London zu irgendeinem Ort auf der Welt aufbricht, gehört das nicht nur zu seinem Alltag, er macht das meistens auch, um eine neue Idee zu präsentieren oder eins seiner designten Objekte vorzustellen. Meistens.

Ron Arad (65) hat aber auch andere Beweggründe. Wenn ihn ein Projekt besonders bewegt, nimmt er lange Reisen gerne auf sich. So hat es den in Tel Aviv geborenen Designer zum Start des Crossborder-Design-Contests jetzt nach Maastricht gezogen, um vor jungen Designstudenten aus Düsseldorf, Hasselt, Genk, London, Antwerpen und Maastricht zu sprechen.

Arad erklärte, während auf einer großen Leinwand Hunderte der von ihm kreierten Objekten zu sehen waren, wie er seine kreativen Ideen zu Papier bringt – und dann in die Tat umsetzt. Er ermutigte die Studenten, ihren Ideen freien Lauf zu lassen und das zu tun, was sie auszeichnet, sei es auch noch so kurios und eigenartig. „Macht das, wovon ihr überzeugt seid. Nur dann seid ihr gut“, sagte Arad.

Der Crossborder-Design-Contest (übersetzt: grenzüberschreitender Designwettbewerb) auf Initiative von Connect Limburg, Mosa, Leolux und Zuyd Maastricht Academy Fine Arts and Design (Mafad) findet zum ersten Mal statt. Die Studenten aus Deutschland, Belgien, Großbritannien und den Niederlanden können sich in Sachen Kreativität dabei so richtig austoben: ob Tisch, Stuhl, Kommode oder etwa ein außergewöhnlicher Teppich – was die Studenten entwerfen, bleibt ihnen überlassen.

Die einzige Bedingung: Das entworfene Objekt muss die Internationalität und die Vielfalt der Region Limburg in irgendeiner Weise wiederspiegeln, denn die Region Limburg ist für die Veranstalter des Crossborder-Design-Contests eine ganz besondere.

„Diese Region ist die niederländische Verbindung zu ganz Europa. Wir arbeiten grenzüberschreitend in vielen Bereichen zusammen. Egal, ob Mode, Landschaft, Veranstaltung oder Architektur, wir haben ein Auge fürs Detail, und das wollen wir mit den jungen Studenten noch intensiver weiterentwickeln“, sagte Ine Creemers von Connect Limburg, die den Wettbewerb mitorganisiert hat. Deswegen habe man diesen Wettbewerb überhaupt ins Leben gerufen.

Die 60 Designstudenten kommen nicht nur aus vier verschiedenen Ländern, sie sind auch noch die besten ihres Jahrgangs. „Davon werden die Studenten auch untereinander profitieren“, ist sich Creemers sicher. Schließlich verbindet sie alle die Liebe zum Design und die Faszination dafür, Objekte außergewöhnlich zu gestalten. Am Ende wollen die Veranstalter mit dem Wettbewerb aber noch weitaus mehr erreichen als nur kreative Ideen zu bündeln. Sie wollen, dass die Studenten in Zukunft zusammenarbeiten und nach ihem Abschluss nicht den Weg in die weite Welt suchen, sondern in der Region Limburg bleiben.

Bis Ende Februar

Bis zum 28. Februar haben die angehenden Produkt- und Industriedesigner Zeit, ihre Ideen umzusetzen. Dann entscheidet eine Jury, welche Objekte in die engere Auswahl kommen. Ende März wird der Gewinner bekanntgegeben. Dann wird sich auch zeigen, ob die Veranstalter mit ihrer Annahme, dass die jungen Studenten von der besonderen Region und ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Ideen profitieren werden, Recht behalten.

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