Grenzgänger lassen sich bald am Katschhof beraten

Von: ng
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Arthur Hansen freut sich: „Je
Arthur Hansen freut sich: „Jetzt ist alles in trockenen Tüchern.” Foto: Gottfroh

Aachen. Die Planung und Realisation für eine neue Grenzgängerberatungsstelle in der Region, den Grenz-Info-Punkt Aachen-Eurode, geht in die heiße Phase: In Maastricht wurde nun durch die Vertragsunterzeichnung aller Projektpartner des Grenz-Info-Punktes die formale Basis zur Zusammenarbeit geschaffen.

Das teilte jetzt Artur Hansen, Geschäftsführer der Regio Aachen, mit. „Wir können nun an die Umsetzung gehen”, sagt Hansen. Die Partner tragen und finanzieren das Projekt zunächst für die nächsten vier Jahre - unabhängig von europäischen Fördermitteln.

Der Grenz-Info-Punkt dient als Anlaufstelle für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die über die Landesgrenzen hinweg tätig sind. „Ziel ist es, die Bürger, die in die Nachbarländer pendeln oder dies früher taten, zu beraten, aber auch Unternehmen, die Mitarbeiter aus dem Nachbarland beschäftigen wollen.

Man wird Informationen zur Arbeitsaufnahme, zur Kranken- und Rentenversicherung, zu Steuerangelegenheiten oder Familienleistungen erhalten”, erklärt Hansen.

Ein vergleichbares Angebot gibt es bereits bei der Regio Aachen. In der Vergangenheit wurde der Service so gut angenommen, dass die eine zuständige Mitarbeiterin der Regio die Menge der Anfragen kaum noch bewältigen konnte.

Kein Wunder: Rund 17 000 Grenzgänger gibt es derzeit in der Drei-Länder-Region und somit ist der Beratungsbedarf entsprechend hoch. Das deutsch-belgisch-niederländische Kooperationsprojekt soll Überlastung und Wartezeiten ein Ende setzen.

Die Beratungsstelle soll an zwei Standorten, im Eurode-Business-Center in Herzogenrath/Kerkrade sowie beim Bürgerservice am Katschhof in Aachen, künftig eine Anlaufstelle für Grenzgänger sein. Spätestens Mitte des Jahres sollen beide Beratungsstellen in Betrieb sein.

Mindestens vier Mitarbeiter werden sich dann um die Belange der Grenzgänger kümmern - das ist eine Verdreifachung des momentanen Angebots der Regio. Zudem soll die Beratungsstelle mindestens viereinhalb Tage in der Woche erreichbar sein.

„Die Grenzgänger werden bei Bedarf ein Stück weit begleitet, ohne dass dies den Charakter einer Mandatsübernahme annimmt. Wir können bei Problemen zwischen den nationalen Behörden vermitteln und sie an einen Tisch bringen. Zudem sollen die Info-Punkte Anregungen zu strukturellen Problemlösungen bieten sowie die Grenzgänger an Behörden vermitteln, vergleichbar mit dem Hausarzt, der an den Facharzt vermittelt”, so Hansen.

Und auch mobile Beratung wird mehrmals im Jahr an Grenzgänger-Sprechtagen möglich sein. „Wir wollen auch die Wege für Grenzgänger verkürzen, indem wir vor Ort beraten”, so Hansen. Das Angebot kostet die Projektpartner 346 000 Euro im Jahr.

Mit im Boot des grenzüberschreitenden Projekts sind neben der Regio Aachen, die schon seit mehr als 20 Jahren Grenzgänger berät, die Provinz Niederländisch-Limburg, die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, der Zweckverband Eurode, die Stadt Aachen, der Verband Parkstad Limburg, die Städteregion Aachen sowie die IHK, deren niederländisches Pendant KvK und die Gemeinden Vaals und Gulpen-Wittem.
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