Graben soll zur Aufklärung des Archiv-Einsturzes in Köln beitragen

Von: ddp-nrw
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Frankfurt/Köln. An der Einsturzstelle des Kölner Stadtarchivs soll zur Feststellung der Schadensursache ein Besichtigungsgraben gebaut werden.

Der Leiter des Amtes für Brücken und Stadtbahnbau Köln, Gerd Neweling, sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung”, dem vom Kölner Landgericht eingesetzten Gutachter genüge es nicht, lediglich einen Erkundungsschacht anzulegen und einen Taucher Aufnahmen der defekten Schlitzwand machen zu lassen. Der Geotechniker plant stattdessen einen Besichtigungsgraben, um die gesamte Wand trockenen Fußes von außen ansehen zu können.

Für die unter den Grundwasserspiegel gerutschten Dokumente bringe dieses Vorgehen den Vorteil, dass die gesamte Baugrube geräumt werden könne, bevor Bohrpfähle von 1,20 Meter Durchmesser gesetzt würden. Diese hätten einen Teil des Archivguts zerstört oder weiter beschädigt. Laut „FAZ” sollen sich die Bergungsarbeiten dadurch weder verzögern noch die Kosten wesentlich erhöhen.

Das Stadtarchiv war im März vergangenen Jahres offenbar wegen einer löchrigen Schlitzwand in einer angrenzenden U-Bahn-Baustelle eingestürzt. Experten vermuten, dass die Wasserfluten durch dieses Leck in die Baustelle strömten, das Erdreich unter dem Archiv wegspülten und das Gebäude in den Abgrund rissen. Bei dem Einsturz des Stadtarchivs und zweier benachbarter Wohnhäuser starben zwei Menschen, zahlreiche historische Dokumente wurden verschüttet und beschädigt.

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