„Got To Dance“ startet mit Hilfe aus der Region

Von: Amien Idries
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Filmende Tänzer oder tanzenden Filmer? Die drei von JuBaFilms setzen die Kandidaten von „Got To Dance“ in Szene. Foto: A. Herrmann

Aachen. Wenn am Donnerstagabend um 20.15 Uhr auf Pro Sieben der Startschuss für die Tanz-Casting-Show „Got To Dance“ (GTD) fällt, geschieht dies mit reichlich Unterstützung aus unserer Region. Zum einen vor der Kamera, wo Andreas Maintz und Tijen Yay als tanzende Teilnehmer agieren.

Zum anderen hinter der Kamera: Julien Bam, Gong Bao und Michael „Hilli“, besser bekannt als JuBaFilms, zeichnen verantwortlich für die Trailer, mit denen die Tänzer vorgestellt werden.

„Die Produktionsfirma hat unseren Kurzfilm ‚With a piece of chalk‘ gesehen und wollte etwas mit uns machen“, erklärt Bao im Gespräch mit unserer Zeitung. Dieser bislang erfolgreichste Film der Aachener Studenten wurde auf ihrem Youtube-Kanal 2,5 Millionen Mal angeklickt und weltweit von Online-Medien aufgegriffen.

Warum aber brauchen professionelle TV-Macher die Hilfe von Studenten, die erst vor rund zwei Jahren ihr erstes Werk „More Than Bread“ online stellten? „JuBaFilms haben sich durch ihre Tanzclips in der Szene einen Namen gemacht und genießen dort eine hohe Wertschätzung“, sagt „Got To Dance“-Sprecherin Julia Hagedorn unserer Zeitung. Dadurch, dass sie selbst Tänzer sind, hätten sie ein natürliches Gespür dafür, wie man Tanz gut in Szene setzt.

Und so haben die drei in den vergangenen Wochen viele neue Tänzer kennengelernt, alte Gesichter wiedergetroffen und versucht, die unterschiedlichen Stile auf Film zu bannen.

„Die Dreharbeiten ähneln denen zu unseren Filmen“, erklärt Bao, alles sei aber einfach deutlich professioneller. Kein mühsames Zusammenstellen des Equipments, kein Facebook-Rundruf, um ein Team auf die Beine zu stellen. „Das ist schon toll, weil die Drehs super effizient ablaufen“, sagt Bao.

Nimmt man den bereits im Netz stehenden „Mood-Clip“ zum Maßstab, den die drei Backstage gedreht haben, dürften Sender, Tänzer und Zuschauer höchst zufrieden mit der Auswahl von JuBaFilms sein.

Wie erfolgreich das neue Format wird, ist eine andere Frage. Für Pro Sieben und Sat.1 ist es der Versuch, in Anlehnung an das erfolgreiche „The Voice of Germany“ neben der RTL-Show „Lete_SSLqs Dance“ ein weiteres quotenstarkes Tanzformat zu etablieren. Anders als RTL setzt GTD allerdings nicht auf prominente Beine, sondern auf Newcomer, die um den Gewinn von 100 000 Euro tanzen. Zunächst entscheidet eine dreiköpfige Jury darüber, wer weiterkommt – Ex-­Take-That-Star Howard Donald dürfte wohl das bekannteste Mitglied sein –, ab der vierten Folge stimmen die Zuschauer ab.

Die Show, ein Ableger der gleichnamigen britischen Sendung, läuft so wie das erfolgreiche „The Voice“ im Wechsel auf Pro Sieben und Sat.1. Für den 7. Juli kündigt Sat.1-Geschäftsführer Nicolaz Paalzow ein „spektakuläres Finale“ an. Sat.1 hatte in der Vergangenheit mit „Yes We Can Dance“ oder „You can dance“ eher Flops im Bereich der Tanzshows abgeliefert. „Man hat mir gesagt, Gesangs-Casting ist tot, der Markt ist kaputt, das will keiner mehr sehen – und dann habe ich ‚The Voice‘ gesehen“, erklärt Paalzow den neuerlichen Versuch.

Für JuBaFilms hat sich das Engagement schon jetzt gelohnt. Während viele ihre sonstigen Dreharbeiten nach eigenen Angaben eher Plus-Minus-Null-Geschäfte sind, konnten sie diesmal ein Honorar einstreichen. Über die genaue Höhe bewahren sie Stillschweigen, sagen aber, dass sie zufrieden sind.

Und warum haben sie sich nicht selbst für die Show angemeldet? Kein Vertrauen in ihre tänzerischen Qualitäten? Die Erklärung von Bao ist profaner: „Wir haben die Casting-Termine verpasst.“

 

„Got To Dance“, Donnerstag, 20.Juni, um 20.15 Uhr auf Pro Sieben.

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