Glühbirnen-Satire jetzt Fall fürs Gericht

Von: dpa
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Licht aus für die alte Glühbirne
Die klassische Glühbirne verschwindet schrittweise vom europäischen Markt. Foto: dpa

Aachen/Düren. Im Streit um eine Satire-Aktion eines Dürener Unternehmers mit Glühlampen entscheiden jetzt die Richter.

Die Initiatoren der Aktion haben gegen eine Verfügung der Bezirksregierung Köln geklagt, die ihnen den Vertrieb und die Ausstellung der als „Heatballs” bezeichneten Glühbirnen verbietet. Die Bezirksregierung sieht darin einen Verstoß gegen das EU-Glühlampenverbot.

Der Zoll am Flughafen Köln/Bonn hält seit rund drei Monaten 40.000 als „Heatball” deklarierte Glühbirnen aus China fest, die zwei Ingenieure in ihrer Protest- und Satire-Aktion als Miniheizungen in Umlauf bringen wollten. Das Verwaltungsgericht Aachen bestätigte am Dienstag den Eingang der Klage.

Der Dürener Ingenieur und ein Partner berufen sich in ihrer Klage darauf, dass die Glühbirne zu 95 Prozent Wärme produziert und darum nicht als Lampe, sondern als elektrisches Heizgerät zu betrachten sei. Außerdem berufen sie sich auf die Freiheit der Kunst. Mit der Satire-Aktion wollen sie den Sinn von Energiesparlampen für das Weltklima kritisch hinterfragen.

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