Gift im Wald von niederländischen Drogenpanschern?

Von: stm
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Vollschutz angebracht: In den Fässern im Reichswald war unter anderem Salzsäure als Rest aus der Drogenproduktion. Foto: Ralf Roeger

Verlautenheide. Da hat die Kripo sicherlich nicht schlecht gestaunt: Zunächst werden im Wald bei Verlautenheide Giftfässer gefunden, die schon dem ersten Verdacht nach Reste aus der illegalen Drogenproduktion enthalten. Und kurz darauf bricht just in einem wenige Kilometer Luftlinie entfernten Drogenlabor im niederländischen Kerkrade ein Feuer aus.

Sollten da etwa Spuren verwischt werden? Dazu äußert sich die Polizei derzeit nicht, sondern sagt lediglich, dass man in alle Richtungen ermittle. Fakt ist jedoch – und das hat die Polizei gestern nun auch offiziell bestätigt: tatsächlich waren in den rund 20 Fässern, die im Reichswald im Städtedreieck Aachen/Würselen/Stolberg am 14. Dezember von einem Stawag-Mitarbeiter gefunden wurden, Reste aus der Drogenproduktion – wahrscheinlich aus der Herstellung von Amphetaminen. das haben Analysen des Landeskriminalamts ergeben.

Der Fund hatte einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Am Ende mussten in dem Wasserschutzgebiet auch noch Teile des Waldbodens weggebaggert werden. Ganz in der Nähe befindet sich ein Trinkwasserreservoir der Stawag. Die Feuerwehrleute taten jedenfalls gut daran, sich den Fässern nur in Vollschutzanzügen zu nähern. In den Gefäßen waren unter anderem stark ätzende Salzsäure und Phenylessigsäure, die dann fachgerecht von einer Firma entsorgt wurden.

Aachen ist bislang von der illegalen Entsorgung derartiger Reste weitgehend verschont geblieben. Anders sieht das für die Behörden beispielsweise im Kreis Heinsberg aus. Dort seien schon öfters derartige Fässer in die Landschaft geworfen worden, so Sandra Schmitz. Eine heiße Spur von den Tätern, so hieß es gestern, habe man noch nicht.

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