Essen - Gewitter, Starkregen, Hagel: In NRW drohen weitere Unwetter

Gewitter, Starkregen, Hagel: In NRW drohen weitere Unwetter

Von: dpa/red
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Essen. Schwere Gewitter mit Starkregen sind am Samstagnachmittag im Osten Nordrhein-Westfalens niedergegangen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) war vor allem der südliche Kreis Höxter von Unwettern betroffen. Dabei seien stellenweise bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.

In Warburg habe es besonders stark gewittert. Polizei und Feuerwehr meldeten zunächst keine Schäden. Generell halte eine unsichere Wetterlage am Wochenende das Land in Atem, sagten die Wetterexperten. Das Tief „Elvira” bringe die schwülwarme „Waschküchenluft” von Südwesten her ins Land. Es sei schwer vorauszusagen, wo genau Gewitterzellen auftreten könnten. „Wir haben Temperaturen von 22 bis 25 Grad und wenig Wind in den höheren Schichten. Daher können sich überall Luftpakete bilden, die aufsteigen und sich dann ausregnen”, erläuterte DWD-Meteorologin Yvonne Tuchscherer am Samstag. Auch Hagel sei möglich.

Unwetter-Potenzial gab es dem Wetterradar zufolge auch in der Eifel, im Sauerland und im nördlichen Münsterland. Im Allgemeinen seien die Hochlagen eher betroffen, sagte die Meteorologin.

Am Freitag waren bereits Unwetter über Nordrhein-Westfalen hinweggezogen - besonders stark tobte das Gewitter mit Starkregen in der Eifel: Die Polizei meldete kurz nach Beginn des Unwetters mehrere vollgelaufene Keller in Mechernich und Bad Münstereifel, sowie vereinzelt umgestürzte Bäume. Verletzt wurde zunächst niemand. Berichte in sozialen Netzwerken über einen Tornado im Kreis Düren konnte der DWD nicht bestätigen: Bilder zeigten dramatische Wolkenformationen. Als Tornado sei ein Wolkenschlauch aber erst dann zu bezeichnen, wenn er den Boden berühre und Schäden anrichte.

Auch in Köln hatte das Unwetter großen Schaden angerichtet. Die Polizei berichtet von 47 Einsätzen wegen vollgelaufener Keller und Wohnungen sowie weitere Einsätze wegen abgebrochener Äste und beschädigter Hausdächer. Auch der Verkehr musste durch Beamte der Polizei geregelt werden, da an mehreren Stellen Ampeln ausfielen, etwa auf der Aachener Straße und Universitätsstraße. Weitere Behinderungen im Straßenverkehr gab es, da einige Straßen vom Starkregen überflutet wurden.

Ein Blitzeinschlag sorgte am Kölner Hauptbahnhof für Störungen in den Signalanlagen. Am Abend kam es daher zu neun Verspätungen in Fernverkehrszügen und 23 Verspätungen bei Zügen im Nahverkehr. Gegen 20.30 Uhr meldete die Bahn, dass die Störung behoben sei.

In der Nacht zum Sonntag soll es zunächst etwas ruhiger werden, in der zweiten Nachthälfte rechnet der DWD vor allem im Südwesten des Landes wieder mit Gewittern und Starkregen - es bleibt also ungemütlich.

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