Gewaltiger Ermittlungsaufwand nach Doppelmord

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Doppelmord Düsseldorf Täter Phantombild
Mit diesen Phantombildern und Stimmsequenzen, die am Tatort aufgenommen wurden, sucht die Polizei nach den Tätern, die für den Doppelmord in Düsseldorf in Frage kommen.

Düsseldorf. Fünf Monate nach einem mysteriösen Doppelmord in Düsseldorf versuchen die Ermittler mit gewaltigem Aufwand, die Killer doch noch zu fassen.

Aufnahmen sämtlicher Überwachungskameras an 30 Tankstellen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Thüringen werden ausgewertet, berichtete die Polizei am Donnerstag. Auch die Bilder aus über 100 mobilen und stationären Radarfallen an den Routen werden von der Mordkommission gesichtet. Die Mörder hatten einen 82-jährigen pensionierten Beamten und seine 39-jährige Tochter erschossen.

Die Spur ist eher vage: Einer der Mörder soll mit thüringischem oder nordhessischem Dialekt gesprochen haben. Dies wird aber nur nach der Analyse eines Sprachfetzens vermutet, den eines der Opfer mit seinem Handy aufgenommen hatte.

Nach wie vor sind 51.500 Euro Belohnung auf die Täter ausgesetzt. Die derzeit 14-köpfige Mordkommission habe bereits 5000 Überstunden angehäuft. In einem Versteck ließen die Täter Wertpapiere, Bargeld und Edelmetallbarren im Gesamtwert von 150.000 Euro zurück. Sie hatten auch nicht nach Wertsachen gesucht.

Von den beiden Gesuchten existieren Phantombilder. Sie sollen mit einem Kombi unterwegs gewesen sein. Kurz vor ihrer Erschießung hat die 39-jährige Yoga-Lehrerin die Stimmen ihrer Mörder per Notruf der Polizei übermittelt. Die Frau hatte mit ihrem Handy 110 gewählt und die Verbindung gehalten, ohne sich melden zu können. Der Beamte in der Leitstelle hatte nur Rauschen und Gemurmel vernommen. Erst nach Wochen stießen die Ermittler bei der genauen Untersuchung des Mitschnitts auf die Stimmen. „Ich will nichts hören, sonst gibts Ärger”, heißt es in dem kurzen Mitschnitt. „Hmmm, nichts passiert”, sagt eine andere Stimme.

Die Familie sei nach außen nie vermögend aufgetreten. Sie lebte zurückgezogen in ihrer Wohnung im Düsseldorfer Süden. Der 82-Jährige hatte lange als Regierungsbaudirektor gearbeitet. Seine gleichaltrige Frau hatte die Bluttat in einem Nebenraum überlebt.

Die Stimmen der Täter sind abhörbar unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/2644-728.
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