Düren/Aachen - Getötete Frau in Düren-Echtz war schwanger

Getötete Frau in Düren-Echtz war schwanger

Von: Udo Kals, Marlon Gego und Franz Sistemich
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mord echtz
Auf einem Feldweg am Windpark in Düren-Echtz nahe der Autobahn 4 wurde die Leiche der 27-Jährigen gefunden. Foto: Marlon Gego

Düren/Aachen. Die 27 Jahre alte Frau, deren Leiche am Dienstagmorgen in der Nähe einer Windkraftanlage in Düren-Echtz gefunden wurde, war schwanger.

Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte am Mittwoch die Aachener Staatsanwaltschaft. Die Obduktion der Leiche in der Kölner Rechtsmedizin habe zwar bestätigt, dass die Frau getötet worden war, viele andere Fragen seien aber nach wie vor offen, erklärte Oberstaatsanwalt Peter Jansen. „Eine heiße Spur haben wir bislang nicht“, es gebe noch keinen Verdächtigen, was Jansen als „ungewöhnlich“ bezeichnete.

Fraglich ist nach wie vor, zu welchem genauen Zeitpunkt die Frau getötet wurde. Die Rechtsmedizin tue sich schwer, einen exakten Todeszeitpunkt zu bestimmen, sagte Jansen. Und mit Bestimmtheit könne noch nicht gesagt werden, ob der Fundort nahe der Windkraftanlage auch der Tatort sei. Anzunehmen sei jedoch, dass die Leiche noch nicht sehr lange am Fundort gelegen habe, erklärte Jansen. Schließlich werde die Stelle in der Nähe der Autobahn auch vielfach von Spaziergängern und Joggern passiert.

Kein Sexualdelikt

Indizien für ein Sexualdelikt habe die Obduktion allerdings nicht ergeben. „Die Frau ist nicht auf dem Feld überfallen und vergewaltigt worden“, sagte Jansen, so viel sei klar. Zur genauen Todesursache der Frau wollte Oberstaatsanwalt Jansen aus „ermittlungstaktischen Gründen“ am Mittwoch noch keine Angaben machen.

Eine zehnköpfige Mordkommission der Aachener Kriminalpolizei hat inzwischen die Arbeit aufgenommen. Um ein genaueres Bild vom Opfer und deren Umfeld zu erhalten, werden derzeit Verwandte und Bekannte der Frau vernommen. Die 27-Jährige hatte in einem Mietshaus in dem rund 2200 Einwohner zählenden Echtz gelebt, stammte jedoch aus einem anderen Stadtteil, in dem auch ihre Familie lebt. Nach derzeitigem Kenntnisstand habe die Frau durchaus Anschluss an ihre Familie gehabt, sagte Jansen: „Von zerrütteten familiären Verhältnissen kann nicht gesprochen werden.“ Sie sei alleinstehend und ohne Arbeit gewesen, offenbar hatte sie früher als Erzieherin gearbeitet.

Ermittelt werde derzeit in alle Richtungen, auch bei einem möglichen Motiv werde zurzeit nichts ausgeschlossen, sagte Jansen.

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