Geschwindigkeitskontrolle: Polizei Köln zieht ernüchternde Bilanz

Von: red
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Nach den jüngsten Geschwindigkeitskontrollen zieht die Kölner Polizei eine nüchterne Bilanz. Foto: dpa

Köln. „Brems Dich - rette Leben!" Eine ernüchternde Bilanz zieht die Polizei Köln nach dem Schwerpunkteinsatz „Geschwindigkeitskontrolle" vom vergangenen Montag und Dienstag (30./31. Juli). Obwohl die Maßnahmen mehrfach in den Medien angekündigt worden waren, ist die Anzahl der Verstöße im Vergleich zum ersten Schwerpunkteinsatz Mitte Juli 2013 sogar noch angestiegen.

Die Polizei Köln hat Anfang der Woche (30./31. Juli) abermals einen Schwerpunkteinsatz "Geschwindigkeitskontrolle" durchgeführt. Entgegen der ursprünglichen Planung war die am 26. Juli geplante Kontrollaktion auf den 30. Juli verschoben worden. Dabei waren Messpunkte auf den Bundesautobahnen im Zuständigkeitsbereich sowie im Stadtgebiet Köln in der Nähe von BAB-Anschlussstellen eingerichtet.

Über 60.000 Fahrzeuge wurden gemessen. An den Einsatztagen wurden zwischen 11 Uhr und 24 Uhr an den 12 eingerichteten Messstellen auf der A 1, A 4, A 59, A 553, A 544, A 555, A 562 sowie auf der Bensberger Straße in Porz-Eil (nahe A 3/Anschlussstelle Königsforst) und auf der Industriestraße in Niehl die Geschwindigkeit von über 60.000 Fahrzeuge kontrolliert.

Drei zivile ProViDa-Fahrzeuge waren ebenfalls im Einsatz. Insgesamt wurden über 4500 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Während etwa 3300 Übertretungen im Verwarngeldbereich lagen, wurden über 1000 Autofahrer mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige belegt. Bei nahezu 100 Fällen müssen die Verkehrssünder mit einem Fahrverbot von mindestens vier Wochen rechen.

Der Leiter des Schwerpunkteinsatzes, Erster Polizeihauptkommissar Armin Fredrich, bewertet das Einsatzergebnis als besorgniserregend: „Obwohl die Überwachungsmaßnahmen mehrfach in den Medien angekündigt wurden, ist die Anzahl der Verstöße im Vergleich zum ersten Schwerpunkteinsatz am 13. Juli 2013 sogar noch angestiegen! Nahezu 7 Prozent der überprüften Verkehrsteilnehmer missachteten teilweise erheblich die Verkehrsregeln und steigerten damit das Unfallrisiko!"

Die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung wurde auf der A 1 bei Köln-Niehl gemessen. Ein Pkw-Fahrer wurde dort am Montag bei erlaubten 100 km/h mit 173 km/h gemessen. Die vorwerfbare Geschwindigkeit von 167 km/h hat damit ein zweimonatiges Fahrverbot und ein Bußgeld von 440 Euro zur Folge, darüber hinaus erfolgt ein Eintrag von vier Punkten in die Flensburger Verkehrssünderkartei.

Mit den gleichen Konsequenzen muss auch eine Autofahrerin (43) aus Wesseling und ein Pkw-Fahrer (25), der von einem ProViDa-Team der Autobahnpolizei gemessen wurde, rechnen. Während die 43-Jährige auf der A 555 am Dienstag 65 km/h zu schnell war, wurde bei dem 25-Jährigen auf der BAB 1 eine Überschreitung von 64 km/h festgestellt. Nicht viel besser wird es einem Kradfahrer (24) ergehen, der im Kölner Stadtgebiet - bei erlaubten 50 km/h - mit einer Geschwindigkeit von 110 Km/h unterwegs war. Die Folge: Ein Bußgeldbescheid von 280 Euro, ein zweimonatiges Fahrverbot und vier Punkte in Flensburg.

Neben den Geschwindigkeitskontrollen wurde auch die Einhaltung des Mindestabstandes auf den Bundesautobahnen kontrolliert. Dabei wurden fast 130 Abstandsverstöße festgestellt. In einem Fall „klebte" ein BMW-Fahrer buchstäblich an der Stoßstange des vorausfahrenden Fahrzeuges. Aufgrund der Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h hätte er 60 Meter Abstand einhalten müssen - der Abstandsmesswert betrug jedoch gerade einmal sieben Meter! Aufgrund dieses verkehrsgefährdenden Verhaltens muss der Fahrer mit einem dreimonatigen Fahrverbot rechnen, darüber hinaus sind vier Punkte und ein Bußgeld in Höhe 400 Euro fällig.

„Die Polizei Köln wird Raser und Drängler sowohl auf den Autobahnen als auch in den Städten Köln und Leverkusen weiterhin wachsam im Auge behalten und konsequent im Rahmen des allgemeinen Streifendienstes und im Rahmen von schon jetzt für den Monat August 2013 geplanten Schwerpunkteinsätzen Geschwindigkeitsverstöße bekämpfen. Die Polizei Köln trägt damit zur zielgerichteten Bekämpfung von Verkehrsunfällen, insbesondere denen mit Personenschaden bei", so Polizeidirektor Georg Dissen, Leiter der Autobahnpolizei Köln. 

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