Düsseldorf - Germanwings-Absturz: Trauerfeier im Kölner Dom mit Merkel, Kraft und Gauck

Germanwings-Absturz: Trauerfeier im Kölner Dom mit Merkel, Kraft und Gauck

Von: Madeleine Gullert
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Gedenken in Haltern: Ende März trauerten Hannelore Kraft und Joachim Gauck bereits um die getöteten Schüler und Lehrer. Foto: dpa

Düsseldorf. Am 17.April trauert Deutschland um die Opfer des Germanwings-Absturzes in den französischen Alpen. Die Trauerfeier findet um 12 Uhr im Kölner Dom statt. Sie besteht aus zwei Teilen: einem ökumenischen Gottesdienst, bei dem der Kölner Erzbischof Rainer Woelki für die katholische Kirche und Präses Annette Kurschus für die evangelische Kirche sprechen werden.

Der zweite Teil ist der Staatstrauerakt, bei dem Personen aus dem öffentlichen Bereich Reden halten sollen. Wer dort sprechen wird, ist noch in Planung, sagte ein Sprecher der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Staatskanzlei organisiert die Trauerfeier, an der Gastgeberin, NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teilnehmen werden. Gerüchte nach denen das spanische Königspaar, König Felipe und seine Frau Letizia, sowie der französische Präsident François Hollande nach Köln kommen werden, ließen sich nicht verifizieren.

Die Trauerfeier ist öffentlich, theoretisch für jeden Interessierten zugänglich. Allerdings wird wohl der größte Teil der rund 1000 Sitzplätze im Dom durch geladene Gäste, darunter Angehörige der Opfer, belegt sein. Weil mit einem großen Andrang gerechnet wird, soll die Trauerfeier auf Großleinwänden übertragen werden. Der genaue Standort sei noch nicht bekannt, hieß es aus der Staatskanzlei. Sehr wahrscheinlich sei aber eine Übertragung auf dem Vorplatz des Kölner Hauptbahnhofs, direkt neben dem Dom. Der Gottesdienst wird außerdem im Fernsehen live von der ARD übertragen.

Laut Medienberichten herrscht in Köln die höchste Sicherheitsstufe. Auf der Dom-Platte soll es strenge Taschenkontrollen geben. „Die Sicherheitseinschätzung ist der Lage angepasst“, sagte der Sprecher der Staatskanzlei unserer Zeitung. Er könne zu dem Sicherheitskonzept aus taktischen Gründen keine weiteren Details nennen.

Besatzungsmitgliedern der Lufthansa oder von Germanwings wird empfohlen, auf das Tragen einer Uniform zu verzichten. Nach Absprache mit Seelsorgern sei man übereingekommen, dass der Anblick einer Pilotenuniform für Angehörige traumatisch sein könne. Da nicht alle Germanwings-Mitarbeiter an der Trauerfeier im Dom teilnehmen können, organisiert das Unternehmen an seinen verschiedenen Standorten Trauerfeiern. In Köln sollen rund 1000 Germanwings-Mitarbeiter im Gürzenich gemeinsam der Opfer gedenken.

Bei dem Absturz der Germanwings-Maschine am 24. März waren 150 Menschen ums Leben gekommen. Der Copilot soll die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht haben. Bei dem Gedenkgottesdienst würde der Kölner Stadtdechant gern auch eine Kerze für den Copiloten anzünden. „Auch seine Angehörigen haben einen Verlust zu beklagen. Das Anzünden wäre ein würdevolles Symbol, mit dem man der Toten gedenken kann“, sagte Robert Kleine dem „Express“.

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