Gericht prüft nachträgliche Sicherheitsverwahrung für Mörder

Von: ddp
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Bonn. Die 4. Große Strafkammer des Bonner Landgerichts prüft ab Donnerstag, 9.00 Uhr die nachträgliche Sicherheitsverwahrung für einen Brandstifter und Mörder.

Nach Angaben eines Gerichtssprechers hatte der heute 76-jährige Mann im Jahr 1994 einen Brandanschlag auf eine Bonner Gaststätte verübt. Dabei waren eine 81-jährige Frau und ein 27 Jahre alter Mann getötet sowie mehrere Gäste der Kneipe zum Teil schwer verletzt worden.

Für die Tat war der Mann 1995 wegen Mordes, versuchten Mordes und besonders schwerer Brandstiftung zu einer Haftstrafe von 15 Jahren verurteilt worden. Dabei ging die Kammer von einer eingeschränkten Schuldfähigkeit aus.

Die Staatsanwaltschaft fordert nun die Anordnung der nachträglichen Sicherheitsverwahrung für den Täter, da von ihm weiterhin eine erhebliche Gefahr ausgehe. Dies habe sich im Strafvollzug gezeigt. Die Kammer hat zwei Verhandlungstage angesetzt, bei denen vor allem Gutachter gehört werden sollen. Mit einer Entscheidung wird am Montag gerechnet.
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