Gericht: Chef der Kölner Hells Angels sagte nichts

Von: wos
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Hells Angels Motorrad
Im Prozess gegen sieben Mitglieder des Motorradclubs Bandidos vor dem Aachener Landgericht wurde am Donnerstag ein hochkarätiger Vertreter des mit den Bandidos verfeindeten Clubs Hells Angels aus Köln als Zeuge vorgeführt. Foto: dpa

Aachen. Im Prozess gegen sieben Mitglieder des Motorradclubs Bandidos vor dem Aachener Landgericht wurde am Donnerstag ein hochkarätiger Vertreter des mit den Bandidos verfeindeten Clubs Hells Angels aus Köln als Zeuge vorgeführt.

Günter L. (51) war bis zu seiner Festnahme am 3. August wegen versuchter Anstiftung zum Mord Präsident des dortigen Chapters „Hells Angels MC Cologne”, jetzt sitzt er in der Kölner JVA ein.

L. war als Zeuge von der Verteidigung benannt worden, weil er Kenntnisse über Aussagen des Hauptbelastungszeugen der Anklage im Bandidos-Prozess haben sollte. Er verweigerte jedoch auf Anraten seines Anwalts „umfassend” die Aussage. Der Vorsitzende Richter der 1. Großen Strafkammer, Arno Bormann, verlas vor seinem Kommen die Anklagevorwürfe gegen den Ex-Chef der Hells Angels in Köln. So soll er zwei Mal einen engen Mitstreiter angestiftet haben, zunächst verfeindeten Bandidos in Köln ein Messer „in den Hals zu rammen und umzudrehen” und an anderer Stelle einem Abtrünnigen der Hells Angels mit einem Messer „in den Bauch” zu stechen, beides wurde verhindert.

Im Aachener Prozess kann nach 27 Verhandlungstagen eventuell am kommenden Freitag, 7. September, plädiert werden.
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