Gerhard Richter spendet Bilder für Düsseldorfer Obdachlosenzeitung

Von: dpa/red
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Der Maler Gerhard Richter, hier beim Scherzen mit einem Bleistift bei einem Fototermin 2008, gilt als teuerster lebender Maler Deutschlands. Foto: dpa

Düsseldorf. Gerhard Richter (80), dessen Bilder auf dem internationalen Markt Rekordpreise erzielen, hat sechs Drucke der Düsseldorfer Obdachlosenzeitung „fiftyfifty” gespendet.

Der Erlös aus dem Verkauf der handsignierten Drucke nach Originalen unter anderem von Richters weltberühmten Kerzen- und Betty-Gemälden wird auf rund 300.000 Euro geschätzt. Damit habe der Künstler dem Straßenmagazin in einer großen Spendenkrise geholfen werden, teilte „fiftyfifty” am Mittwoch mit.

Fünf der Drucke stellte Richter in einer Auflage von fünf und die berühmte Kerze in einer Auflage von zehn zur Verfügung. Im vergangenen Oktober hatte das Gemälde einer brennenden Kerze von Richter bei einer Versteigerung in London über 12 Millionen Euro eingebracht. Richter hatte dem Düsseldorfer Straßenmagazin bereits 2010 mit der Schenkung von Drucken aus der Krise geholfen. Auch renommierte Künstler wie Thomas Schütte, Thomas Struth und Thomas Ruff haben „fiftyfifty” bereits unterstützt.

Der Verkaufserlös der Richter-Werke kommt nach Angaben des Magazins einem neuen Obdachlosenhaus zugute, das in Düsseldorf entstehen soll. Insgesamt würden dafür etwa zwei Millionen Euro benötigt. „Der Beitrag von Gerhard Richter ist ein guter Start”, hieß es in einer Mitteilung.

Gerhard Richters Bilder erzielten bei Auktionen mehrfach Preise über 10 Millionen Euro. Er ist damit der teuerste lebende Maler Deutschlands. Im Kunstkompass, einer „Weltrangliste der lebenden Künstler”, den die Zeitschrift Manager Magazin (vor 2008 in Capital) jährlich zusammenstellt, belegte Gerhard Richter von 2004 bis 2008, 2010 und 2011 den ersten Platz.
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