Geologischer Dienst startet Infosystem zu Bodenschäden

Letzte Aktualisierung:

Krefeld/Düsseldorf. Der Geologische Dienst NRW (GD)eröffnet im September ein Infosystem im Internet in dem Bodenschäden des Bundeslandes kartiert sind. Die Plattform richtet sich an private oder öffentliche Bauherren, die sich vor einem Grundstückskauf über die Beschaffenheit des Untergrundes informieren wollen.

Wie ein Sprecher der GD am Mitwoch mitteilte, soll damit schon vor dem Bau auf Probleme im Boden etwa durch alte Bergwerkstollen oder eine Erdbebengefährdung aufmerksam gemacht werden. Vergangene Woche war in Kamen bei Erdbohrarbeiten aus zunächst unbekannten Gründen ein metertiefer Krater entstanden, in dem der Bohrbagger versank.

Der Unglücksfall sei allerdings nicht der Grund für die Einrichtung der Internetseite gewesen, betonte Sprecher Hans Baumgarten. „Wir arbeiten schon seit mehr als vier Jahren an dem System, es ist ein brisanter Zufall, dass die Eröffnung mit dem Unglück in Kamen zusammen kommt.” Das Portal wird mit Daten aus insgesamt 260.000 Bohrungen in ganz NRW gespeist.

Schäden im Boden können mit dem System in bis zu 6000 Meter Tiefe nachvollzogen werden. Die Seite ist öffentlich, auch private Bauherren können darauf zugreifen. Allerdings kann man auf der verwendeten Karte nicht gezielt nach seinem Grundstück suchen. Die Bodenschäden sind in Rasterflächen von einem Quadratkilometer notiert.
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