Geldnot: Dorfnachbar soll 72-jährige Witwe getötet haben

Von: dpa
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Bonn. Aus Geldnot war ein Familienvater bei einer Dorfnachbarin in Windeck-Dreisel eingebrochen: Als die 72-jährige Witwe ihn erwischte und auch erkannte, soll er sie aus Angst vor der Polizei mit einem Polsterkissen erstickt haben.

Seit Montag muss sich der Heizungsinstallateur wegen Mordes, Einbruchdiebstahls und versuchten Computerbetrugs vor dem Bonner Schwurgericht verantworten. Am ersten Prozesstag legte der Vater von drei Kindern ein Geständnis ab.

Im Haus des Opfers hatte der Mann vor der Tötung eine EC-Karte mit der dazugehörigen Pinnummer entwendet.

Die alte Dame hatte die Karte jedoch zuvor bei ihrer Bank als verloren gemeldet, da sie sie offenbar verlegt hatte. Als der Täter mit der Karte 2000 Euro abheben wollte, wurde die Karte vom Automaten eingezogen, da sie gesperrt war.

In der Bankhalle hatte der Mann ein auffälliges Sweatshirt getragen, das die Ermittler auf seine Spur führte. Zwei Wochen nach der Tat im Januar wurde er festgenommen.

Der Angeklagte sagte im Prozess aus, seine Vermieterin habe ihm zwei Wochen vor der Tat wegen Mietschulden von mehr als 5000 Euro fristlos gekündigt. Sie hätte ihm angeboten, von der Kündigung abzusehen, wenn er erst einmal 2000 Euro zahle.

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