Geldautomaten: Niederländer geben NRW-Banken Nachhilfe

Von: dpa
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Düsseldorf. Die Banken in Nordrhein-Westfalen bekommen Nachhilfe in Sachen Geldautomaten-Sicherheit. Für den kommenden Donnerstag hat das Landeskriminalamt Experten aus den Niederlanden gebeten, NRW-Banker über die konkreten Sicherheitsmaßnahmen in den Niederlanden zu informieren.

Im Nachbarland waren die Sprengungen von Geldautomaten stark zurückgegangen, nachdem die Banken nachgerüstet hatten.

Die NRW-Ermittler haben zahlreiche Hinweise, dass die Banden aus den Niederlanden daraufhin nach Deutschland ausgewichen sind. So wurden in Niedersachsen Männer festgenommen, die bereits in den Niederlanden wegen solcher Taten aufgefallen waren. Das geht aus einem Bericht des NRW-Innenministeriums hervor.

Bankenvertreter in NRW hatten sich bislang sehr zurückhaltend gezeigt, was die Nachrüstung der mehreren tausend Automaten angeht und auf die vierstelligen Kosten für Farbkartuschen je Automat hingewiesen.

„Wir müssen den Tätern den Anreiz nehmen”, hatte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) bereits im vergangenen November gefordert. „Ich hoffe, dass die hiesigen Banken das schnell nachholen.”

In Nordrhein-Westfalen waren im vergangenen Jahr 67 Geldautomaten von Gangstern mit Gasexplosionen angegriffen worden. In 38 Fällen gelang der Coup, in 29 Fällen scheiterten die Täter. 26 der Taten konnten aufgeklärt und mehrere Gruppen von Verdächtigen festgenommen werden.

Dennoch setzt sich die Serie in diesem Jahr fort: Bis zum 14. Januar wurden vier weitere Fälle registriert. Ähnliche Serien in den Niederlanden und Belgien waren abgeebbt, seit Farbpatronen dort die Beute einfärben und damit unbrauchbar machen.

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