Geklauter Lkw als Mülllaster eines Drogenlabors

Von: heck/pol
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Mit Hilfe eines Baggers wurden die Container mit den Chemikalien von der Ladefläche des Lastwagens gehoben. Foto: Günter Jungmann
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Mit Hilfe eines Baggers wurden die Container mit den Chemikalien von der Ladefläche des Lastwagens gehoben. Foto: Günter Jungmann

Nettetal/Roermond. Der am Straßenrand geparkte Lastwagen schien harmlos, sein Inhalt war es nicht: In der Innenstadt des niederländischen Städtchens Weert bei Roermond entdeckten Polizei und Feuerwehr in der Nacht zu Dienstag einen abgestellten Lkw mit deutschen Nummernschildern. Darin: 7000 Liter Chemikalienabfälle eines illegalen Drogenlabors.

Der Lastwagen - ein weißer 7,5-Tonner ohne Beschriftung - war erst in der Nacht zum Sonntag im Nettetaler Stadtteil Kaldenkirchen von einem Firmengelände gestohlen worden. Die Diebe hatten damit Getränke, Süßigkeiten und Dekoartikel abtransportiert, die sie aus Lastwagen eines Unternehmens in der Nachbarschaft gestohlen hatten.

Offenbar haben die Betreiber eines Drogenlabors den Lastwagen anschließend benutzt, um die Großkanister mit sieben Tonnen flüssiger Rückstände aus der Herstellung der Droge Ecstasy aufzuladen, das Fahrzeug in der Stadt abzustellen und Müll und Transporter auf diese Weise loszuwerden.

Da zunächst nicht klar war, was in den Containern war, riegelte die Polizei das Gelände rund um den brisanten Fund ab. Experten für Giftstoffe untersuchten die Kanister, die dann mit Hilfe eines Baggers von der Ladefläche gehoben wurden.

Erst nach mehreren Stunden konnte der gesperrte Bereich wieder freigegeben werden. Die Polizei in beiden Ländern ermittelt nun, was genau mit dem Lkw zwischen Nettetal und Weert passiert ist. Hinweise aus Deutschland nimmt das zuständige Kriminalkommissariat West unter der Telefonnummer 02162-3770 entgegen.

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