Gekaufte Doktortitel: Ein Fall an der RWTH

Von: abt
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Doktorhut Doktortitel
Ein Doktorhut bei der Titelverleihung. Foto: dpa

Aachen. Auch an der RWTH Aachen hat es einen Fall gegeben, in dem für die Annahme einer Doktorarbeit Geld geflossen ist. Wie der Dekan der Medizinischen Fakultät, Johannes Noth, auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte, hatte die Staatsanwaltschaft Köln seit Winter 2008 gegen einen Privatdozenten der Fakultät ermittelt.

Zum Glück aber für die Fakultät sei die gutachterlich geprüfte Dissertation an sich nicht angefochten worden, habe also Bestand. Strafrechtlich sei der Fall über einen finanziellen Vergleich im Frühjahr dieses Jahres erledigt worden. Der Privatdozent sei rechtlich rehabilitiert und habe inzwischen einen Lehrstuhl im Ausland inne.

Nach Auskunft der Pressestelle der RWTH hatte die Kölner Staatsanwaltschaft Ende 2008 auch Unterlagen über einen weiteren medizinischen Privatdozenten angefordert. Insgesamt soll es bei den Ermittlungen um die Betreuung von drei Doktorarbeiten gegangen sein. Von zwei Fällen habe man aber nichts mehr gehört. Auch dem Dekan der Medizinischen Fakultät ist kein weiterer Fall in seinem Fachbereich bekannt.

Von der Staatsanwaltschaft Köln war dazu am Montag keine Auskunft zu erhalten. Privatdozenten sind keine Angehörige der Hochschule, also keine Universitätsprofessoren, sondern selbstständige Wissenschaftler. Sie sind auch rechtlich für ihre akademische Lehre alleine verantwortlich.

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