Geisterfahrer-Unfall auf A4: Toter und Schwerverletzte

Von: Marlon Gego
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Die Autobahn gleicht einem Trümmerfeld: Ein 47-Jähriger ist bei Merzenich in die falsche Richtung gefahren. Dann kam es zum Zusammenstoß. Foto: Markus Gerres
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Die Autobahn gleicht einem Trümmerfeld: Ein 47-Jähriger ist bei Merzenich in die falsche Richtung gefahren. Dann kam es zum Zusammenstoß. Foto: Markus Gerres
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Die Autobahn gleicht einem Trümmerfeld: Ein 47-Jähriger ist bei Merzenich in die falsche Richtung gefahren. Dann kam es zum Zusammenstoß. Foto: Markus Gerres
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Die Autobahn gleicht einem Trümmerfeld: Ein 47-Jähriger ist bei Merzenich in die falsche Richtung gefahren. Dann kam es zum Zusammenstoß. Foto: Christina Handschuhmacher

Kerpen/Merzenich. Die Polizei sprach Freitagabend von einem „Trümmerfeld“, von einem Unfall, der selbst erfahrene Polizisten schockierte, von den Zeugen dieses Unfalls ganz zu schweigen. Es ist fast ein Wunder, dass beim Falschfahrerunfall auf der Autobahn 4 bislang nur ein Mensch gestorben ist.

Zwei weitere Menschen schwebten Freitagabend noch in Lebensgefahr, darunter der Unfallverursacher selbst.

Gegen halb zwölf Freitagmittag war der Unfallverursacher, ein 47 Jahre alter Mann, mit einem in den Niederlanden zugelassenen Ford auf der Abfahrt Merzenich falsch auf die A 4 aufgefahren. Er fuhr den Richtung Aachen fahrenden Autos eine Weile auf dem Standstreifen entgegen. Zwischen den Abfahrten Merzenich und Elsdorf zog er dann nach rechts in den fließenden Verkehr hinein und kollidierte frontal mit einem Sattelschlepper.

Der Ford des 47-Jährigen wurde durch die Wucht des Aufpralls über die mittlere Spur hinweg auf den linken Fahrstreifen geschleudert, wo er frontal mit einem in Siegburg zugelassenen Audi zusammenstieß. Der 76 Jahre alte Audi-Fahrer starb noch an der Unfallstelle, seine 59 Jahre alte Beifahrerin wurde lebensgefährlich verletzt, ebenso wie der 47-jährige Falschfahrer. Sein Ford war vollkommen zerstört und in der Mitte auseinandergerissen. Durch umherfliegende Autoteile wurden zwei weitere Menschen leicht verletzt.

Obwohl die Polizei sich an keinen Spekulationen beteiligen wollte, liegt nach der Schilderung des Unfallhergangs der Verdacht nahe, dass der 47 Jahre alte Falschfahrer vorhatte, sich selbst zu töten und dabei den Tod weiterer Menschen billigend in Kauf nahm. Die Aachener Staatsanwaltschaft nahm noch am Freitag die Ermittlungen auf, die Aachener Polizei richtete eine Mordkommission ein. Erste Ermittlungsergebnisse wurden bislang nicht mitgeteilt.

Bald nach dem Unfall leitete die Polizei den Verkehr Richtung Aachen am Kreuz Kerpen ab.  Zunächst hieß es, die A4 bleibe bis 16 Uhr gesperrt. Als klar wurde, dass das nicht reichen und die Autobahn Richtung Aachen mindestens bis 20 Uhr gesperrt bleiben würde, beschloss die Polizei, den gestauten Verkehr zwischen Kreuz Kerpen und der Unfallstelle von der Autobahn abzuleiten.

Nach Aufforderung der Polizei drehten die Autos auf der Autobahn und fuhren an der Abfahrt Elsdorf von der A4 ab. Die Polizei erklärte am Abend, alle zwischen Unfallstelle und Kreuz Kerpen wartenden Autos seien bis etwa 17.30 Uhr von der A4 abgeleitet worden.

Aufgrund der Kälte wurden schon früh Überlegungen angestellt, die im Stau stehenden Autofahrer mit Decken und Getränken zu versorgen. Ein Sprecher der Autobahnpolizei teilte jedoch auf Anfrage unserer Zeitung mit, dass es länger gedauert hätte, so viele Decken an die A4 zu bringen und zu verteilen als die Autos von der A4 zu leiten. Der Sprecher erinnerte daran, dass es generell wichtig sei, Decken im Auto mitzuführen, nicht nur im Winter.

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