Geiselnehmer Rösner: Vorerst keinen weiteren Freigang

Von: ela
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Geiselnehmer Hans-Jürgen Rösner bekommt vorerst keinen Freigang mehr. Ende November wurde der entsprechende Antrag von der Abteilungsleiterin der JVA abgelehnt. Foto: Archiv/dpa

Aachen. Der zu lebenslanger Haft verurteilte, in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Aachen einsitzende Geiselnehmer Hans-Jürgen Rösner (58) wird vorerst keinen weiteren Freigang bekommen. Das bestätigte Reina Blikslager, die Leiterin der JVA, gegenüber unserer Zeitung.

Einen entsprechenden Antrag Rösners hatte die zuständige Ableitungsleiterin der JVA Ende November abgelehnt. Die Begründung: Rösner habe wenige Tage nach seinem ersten Freigang, der im Oktober 2015 unter Bewachung in Eschweiler stattgefunden hatte, eine angeordnete Urinprobe für einen Drogentest verweigert und die laufende Gesprächsreihe mit dem Anstaltspsychologen abgebrochen.

Gegen diese Entscheidung hat Rösners Anwalt laut "Focus" Beschwerde eingelegt, weil eine Urinprobe mit "Verletzungen der höchstpersönlichen Intimsphäre" einhergehe. Wie der Präsident des Landgerichts Aachen, Daniel Kurth, auf Anfrage bestätigte, prüft das Gericht derzeit die Rechtmäßigkeit der JVA-Entscheidung.

Zusammen mit Dieter Degowski hatte Rösner am 16. August 1988 eine Bankfiliale in Gladbeck ausgeraubt. Sie nahmen Geiseln und flüchteten durch NRW, Niedersachsen, Bremen und die Niederlande. Degowski erschoss den 15-jährigen Emanuele De Giorgi, aus Rösners Waffe soll der tödliche Schuss auf Silke Bischoff abgefeuert worden sein.

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