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Gegenwind für Baupläne des 1. FC Köln im Grüngürtel

Von: dpa
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Der FC will das Trainingsgelände im im Grüngürtel erweitern. Foto: Henning Kaiser/dpa

Köln. Der 1. FC Köln will sein Trainingsgelände im Grüngürtel Kölns erweitern. Doch ein Bündnis von Natur-, Umwelt-, und Denkmalschützern engagiert sich gegen diese „Zerstörung des Grüngürtels”. Der Verein wollte sich zu dem Bauvorhaben und dem formierenden Protest am Freitag nicht äußern.

Der 1. FC Köln wolle neben einem Leistungszentrum noch drei Trainingsplätze bauen, sagte Friedmund Skorzenski von der Bürgerinitiative „Grüngürtel für Alle” am Freitag vor Journalisten. Dabei habe der Club 2008 zugesagt, keine weitere Grünfläche mehr zu bebauen. „Der Grüngürtel ist ein Stück Kölner Identität”, verteidigte Holger Sticht, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in NRW, die Grünflächen.

Nach Auffassung von Helmut Röscheisen, der Umweltgutachten in Bezug auf Sportstätten prüft, erfülle die vorgesehene Erweiterung nicht die Voraussetzungen für einen begründeten Ausnahmefall. „Die Alternativenprüfung ist krass fehlerhaft”, urteilte er. Zusätzlich sei die Optimierung des vorhandenen Trainingsgeländes des 1. FC Köln nicht erfolgt. Auch das Argument, der FC wolle mit der Konkurrenz in der Bundesliga Schritt halten, ließ er nicht gelten: „Der FC hat sieben Trainingsplätze, Darmstadt nur vier.”