Düsseldorf - Gefängnisse in NRW kommen auf Prüfstand

Gefängnisse in NRW kommen auf Prüfstand

Von: dpa
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Düsseldorf. Die Gefängnisse in Nordrhein-Westfalen kommen auf den Prüfstand. Einen Tag nach dem Ausbruch zweier Häftlinge aus dem Gefängnis in Münster forderte Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) die Leiter der 36 Haftanstalten in NRW dazu auf, ihre Sicherheitssysteme eingehend zu überprüfen.

Sowohl bauliche Gegebenheiten als auch organisatorische Abläufe sollten kontrolliert werden. „Wir dürfen in gar keinem Fall hinnehmen, dass die Sicherheit außerhalb und innerhalb der Gefängnismauern beeinträchtigt wird”, sagte die Ministerin laut Mitteilung am Mittwoch.

In Münster waren am frühen Dienstagmorgen zwei Häftlinge aus der JVA geflohen. Die Ministerin hatte die Anstaltsleiter daraufhin zu einer Dienstbesprechung ins Ministerium beordert. Dabei sei vereinbart worden, dass in allen Anstalten die Schwachstellen in jeder Anstalt analysiert werden müssten. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollten zwischen den Anstalten kurzfristig und regelmäßig ausgetauscht werden.

„Wir haben bereits einen sehr hohen Sicherheitsstandard in den Haftanstalten in Nordrhein-Westfalen”, sagte Müller-Piepenkötter. Das zeige die geringe Zahl an Ausbrüchen in den vergangenen Jahren. „Wir wissen zugleich, dass wir keine hundertprozentige Sicherheit garantieren können.” Es müsse aber „alles Menschenmögliche” getan werden, um im Justizvollzug ein Maximum an Sicherheit zu gewährleisten.

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