„Gastro Award Euregio“: Ein kulinarischer Blick über den Rand des Tellers

Von: Rolf Hohl
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Auszeichnungen für vier Aachener Gastronomen (v.l.): Dominique Dupont und Susanne Kerff vom „Alten Torhaus“, Angela Di Rita-Houben („Zum schönen Soerstal“) und Christof Lang („La Becasse“). Foto: A. Steindl

Aachen. Die Premierengäste an diesem Abend waren dieses Mal nicht wegen eines Films ins Aachener Capitol-Kino gekommen. Am Montag wurde dort nämlich zum ersten Mal der „Gastro Award Euregio“ verliehen, wo gleich sieben Gastronomen aus allen drei Ländern der Euregio einen Preis entgegennehmen konnten.

Derweil ging der Sonderpreis des Abends an den Aachener Christof Lang für seine gastronomischen Verdienste als Chef de Cuisine im „La Bécasse“.

Drei Preise nach Aachen

Insgesamt scheinen die Aachener Küchen für manchen kulinarischen Genuss gut zu sein. In der Kategorie Italienisch überzeugte nämlich die gebürtige Apulierin Angela Di Rita-Houben vom Restaurant „Zum schönen Soerstal“ die Jury und holte sich damit den ersten Preis. Mit Dominique Dupont und Susanne Kerff vom „Alten Torhaus“ wurden dann noch zwei weitere Gastronomen aus Aachen mit dem ersten Preis in der Kategorie Internationale Küche bedacht.

„Wer hier in der Grenzregion lebt und etwa nach Maastricht zum Essen fährt, der weiß, wie groß die kulinarische Vielfalt in den drei Ländern ist“, sagte Josef Heinrichs, einer der beiden Gründerväter des „Gastro Euregio Guide“. Der andere ist Alfred Küchenberg, Herausgeber beim Grenz-Echo Verlag, und er erinnerte sich an den schweren Start des heute erfolgreichen Gastronomieführers: „Wir haben viel Geduld gehabt, und letztlich hat es sich gelohnt“, resümierte er. Vor 15 Jahren habe man damals mit 88 Seiten die erste Ausgabe herausgebracht, der aktuelle Guide hingegen sei fast 170 Seiten stark.

Auch Chefredakteurin Belinda Petri zeigte sich stolz angesichts der Bandbreite, die inzwischen in dem Restaurantführer abgedeckt wird. „Unsere etwa 80 Tester machen jedes Jahr ungefähr 150 Testbesuche, jedoch nicht in erster Linie, um zu kritisieren, sondern um das Erlebnis aus der Sicht der Gäste zu beurteilen“, sagte sie. Der Guide solle vor allem Orientierung bieten, welches Lokal sich für welchen Anlass eignen könnte – und vielleicht auch dazu anregen, einmal etwas Neues auszuprobieren. Die Grenzregion biete sich da an, um sprichwörtlich über den eigenen Tellerrand hinauszusehen, wie sie sagte.

Drei Preise nach Maastricht

Weiter wurde an dem Abend in der Kategorie Spitzenküche das „Quadras“ im belgischen St. Vith ausgezeichnet. Maastricht holte sich gleich drei Preise in die Stadt: für das „Gajah Mas“ in der Kategorie Asiatisch, für das „Rilette“ in der Sparte Mediterran und für die Bierfreunde das „De Gouverneur“ in der Kategorie Bürgerlich/Regional. Die beste französische Küche hat nach Ansicht der Jury das „Lafarques“ in Pepinster, das dafür den ersten Preis in der Kategorie Französisch/Belgisch bekam. Die ausführlichen Testberichte gibt es in der aktuellen Ausgabe des Gastronomieführers zu lesen.

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