Aachen - Gasalarm: Einige Brander vorübergehend heimatlos

Gasalarm: Einige Brander vorübergehend heimatlos

Von: wb
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Gasunfall Trierer Straße
Bei Baggerarbeiten an der Trierer Straße ist am morgen eine Gasleitung beschädigt worden. Foto: Harald Krömer

Aachen. Kleine Ursache, große Auswirkungen: Weil ein Bagger am Freitagmittag bei Bauarbeiten in der Trierer Straße eine Gasleitung erwischte, mussten in Brand Häuser geräumt und Straßen gesperrt werden. Wegen des ausströmenden Gases musste die Feuerwehr die angrenzende Kellerräume und Schächte ständig kontrollieren.

Etwa 50 Bewohner des Bereichs rund um die Einmündung Ringstraße konnten über Stunden nicht in ihre Wohnungen. Für sie wurde eine provisorische Unterkunft auf dem Parkplatz eines Supermarktes an der Freunder Landstraße eingerichtet.

Bis zum Nachmittag blieb es auf dem „Behandlungsplatz” allerdings eher ruhig. Während Fachleute der Stawag sich bemühten, das Leck in der Gasleitung mit 150 Millimeter Durchmesser zunächst provisorisch abzudichten, richtete sich eine Einsatzeinheit der Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an der Freunder Landstraße darauf ein, die plötzlich heimatlos gewordenen Brander zu betreuen. Zelte wurden aufgebaut, für ihre Beheizung gesorgt, Getränke bereitgestellt. „Notfalls können wir die Leute auch einkleiden”, erklärte DRK- Zugführer Wolfram Müller. Vor allem aber gelte es, die ankommenden Personen mit Name und Anschrift zu registrieren.

Stunden nach dem Gasalarm hatte Müller aber noch niemanden auf seiner Liste. Möglicherweise seien die Leute noch bei der Arbeit, vermuteten auch die vier Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die sich auf dem Supermarkt-Parkplatz für alle Fälle bereit hielten. Vielleicht würden sie aber auch die Zeit der Räumung nutzen, um vor dem Feiertag noch ihre Einkäufe zu erledigen.

Busse auf Abwegen

Einen Zeitplan dafür allerdings konnte zunächst niemand nennen. Die Sperrung könnte mehrere Stunden dauern, meldete Stawag-Sprecherin Corinna Bürgerhausen am frühen Nachmittag. Derweil flatterte das Flatterband an der Trierer Straße und der Ringstraße. Polizeibeamte erklärten Passanten, dass der von Baufahrzeugen, Feuerwehrwagen oder Stawag-Autos zugestellte Bereich bis auf weiteres unpassierbar sei.

Auch die Aseag musste die kurz vor der Ortsausfahrt in Richtung Kornelimünster liegende Gefahrenstelle weiträumig umfahren. Busse der Linien 15, 35, 55 und 65 sowie die RVE-Linien 68 und 166 kurvten auf dem Weg nach Kornelimünster oder von dort zurück in Richtung Stadt über die Marktstraße, die Niederforstbacher Straße und die Münsterstraße.

Die Stawag prüfte unterdessen verschiedene Möglichkeiten, die quer unter der Trierer Straße verlaufende Gasleitung zu reparieren. Vom zunächst geplanten Austausch rückte das Versorgungsunternehmen später ab. Die Leitung wurde nur ausgebaut, nicht aber ersetzt. Im Zuge der Baumaßnahme in Brand würden ohnehin die Gasleitungen erneuert, so Stawag-Sprecherin Bürgerhausen. Mit Hausanschlüssen sei die leckgeschlagene Leitung sowieso nicht verbunden.

Gegen 17 Uhr war die Gastleitung abgedichtet. Die Feuerwehr hob die Sperrung auf und die Bewohner der geräumten Häuser konnten heimkehren.
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