Erkelenz - Garzweiler II: Stadt Erkelenz fordert Klarheit

Garzweiler II: Stadt Erkelenz fordert Klarheit

Von: Norbert Schuldei
Letzte Aktualisierung:
RWE
Garzweiler II: RWE und die Landesregierung sollen zum Fortbestand des Tagebaus alle Fakten auf den Tisch legen. Foto: Archiv

Erkelenz. Die Stadt Erkelenz fordert vom Energiekonzern RWE und der NRW-Landesregierung im Streit um ein vorzeitiges Aus des Tagebaus Garzweiler II, „dass die Fakten jetzt sofort klar und unmissverständlich auf den Tisch kommen“.

Das bestätigte der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen (CDU) unserer Zeitung. Jansen dementierte dagegen Berichte anderer Medien, nach denen die Stadt Erkelenz dem Essener Energiekonzern ein Ultimatum setze und mit einem Umsiedlungsstopp drohe. „Das können wir als Stadt gar nicht, denn Bewilligungsbehörde ist das Land Nordrhein-Westfalen“, betonte Jansen.

Richtig dagegen sei, dass man „in einem offenen Brief an die Landesregierung, den alle Fraktionen im Stadtrat mittragen, alle an dem Verfahren Beteiligten auffordere, sofort die Fakten auf den Tisch zu legen und zu sagen, was an den Spekulationen um eine Verkleinerung des Tagebaus dran ist“. Das sei man den rund 3000 derzeit von Umsiedlungsplänen betroffenen Bürgern schuldig. Denn die, sagte Jansen, „brauchen Sicherheit, wie es weitergeht“.

Die Verunsicherung in der Bevölkerung sei nach den Spekulationen, wonach RWE den Tagebau nur bis 2017/2018 fortführen wolle, groß. Einen entsprechenden Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ hatte RWE am Dienstag freilich dementiert. Doch das reicht vielen nicht. Am Freitag will Jansen auf einer Pressekonferenz Einzelheiten zum weiteren Vorgehen der Stadt mitteilen.

In den nächsten Jahren sollen für den Tagebau Garzweiler II fünf weitere Dörfer umgesiedelt werden und den Baggern weichen. Allein in Holzweiler würden nach RWE-Angaben noch mal gut 1500 Bürger ihre Heimat verlieren.

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