Aachen - Gaia-Zoo in Kerkrade macht eine Million Euro Verlust

Gaia-Zoo in Kerkrade macht eine Million Euro Verlust

Von: Marlon Gego
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Neue Attraktion: Einer von sechs Wölfen im Gaia-Zoo. Foto: H. Krömer

Aachen. Seit es den Gaia-Zoo in Kerkrade gibt, ist er mit Auszeichnungen geradezu überschüttet worden. Seit der Eröffnung 2005 erhielt der Tierpark 27 Auszeichnungen, erst vergangenes Jahr wählte der niederländische Automobilclub den Gaia-Zoo zum schönsten Ausflugsziel Hollands. Und nun das.

Zoodirektor Rob Huppertz erklärte am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung, dass der Zoo 2013 etwa eine Million Euro Verlust gemacht habe und bestätigte damit entsprechende Berichte niederländischer Zeitungen.

Huppertz sieht verschiedene Ursachen, die wichtigste sei das Wetter. In den Osterferien habe es ebenso wie in den Herbstferien überwiegend geregnet. In den Sommerferien habe es ebenfalls mehr als üblich geregnet – oder es war tropisch warm. „Und wenn während der drei wichtigsten Perioden im Jahr das Wetter nicht so gut ist, macht ein Zoo eben Verlust“, sagte Huppertz. 2011 seien 450.000, 2012 noch 410.000 Besucher gekommen, 2013 etwa 380.000.

Der Umsatz sank von sieben Millionen Euro (2012) auf sechs Millionen Euro im Jahr 2013. Für die 55 fest angestellten Mitarbeiter des Zoos bedeutet dies aber zunächst einmal nichts: Alle Stellen bleiben erhalten, sagte Huppertz.

Das neue Wolfsgehege

Der Zoodirektor will allerdings nicht allein das Wetter für den Rückgang der Besucher verantwortlich machen. Seit 2011, sagte er am Donnerstag, habe es kaum Neuerungen im Gaia-Zoo gegeben. Im härter werdenden Wettbewerb der Zoos, Tier- und Freizeitparks macht sich Stillstand aufgrund größerer Konkurrenz schneller bemerkbar als früher. Vor drei Wochen ist daher in Kerkrade ein neuer Gehegekomplex eingeweiht worden. In zwei riesigen Volieren fliegen exotische Vögel über den Köpfen der Besucher, in einem weitläufigen Gehege mit Aussichtsplattform sind nun sechs Wölfe beheimatet.

Allerdings waren die Besucherzahlen für 2014 auch schon vor der Eröffnung des neuen Komplexes vielversprechend, 265.000 kamen schon in der ersten Jahreshälfte. Huppertz geht davon aus, dass er die Besucherzahlen 2014 auf mindestens 425.000 und den Umsatz auf 7,2 Millionen Euro steigern kann – wenn das Wetter mitspielt. „Alles wird gut“, sagte Huppertz, „niemand muss sich Sorgen machen.“

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