Düsseldorf - Füttern verboten: „Tauben-Anwalt” verliert vor Gericht

Füttern verboten: „Tauben-Anwalt” verliert vor Gericht

Von: dpa
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Taubenfütterung
Mit einer Klage gegen das Taubenfütterungsverbot der Stadt Langenfeld befasst sich am Mittwoch das Verwaltungsgericht in Düsseldorf. Der Kläger fühlt sich aus religiösen und ethischen Gründen verpflichtet, in den Wintermonaten die Tauben auf dem Rathausvorplatz zu füttern, um ihnen vermeidbares Hungerleid zu ersparen. Foto: dpa

Düsseldorf. Religiöse oder ethische Bedenken sind kein Grund für Ausnahmen vom Fütterungsverbot für Tauben - auch nicht im Winter. Das musste ein Rechtsanwalt aus Langenfeld am Mittwoch vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf zur Kenntnis nehmen.

In Langenfeld gilt wie in vielen anderen Städten ein Fütterungsverbot für Tauben. Die tierliebende Anwalt wollte eine Ausnahmegenehmigung für die Wintermonate und berief sich auf ethisch-religiöse Motive.

Damit kam er bei Gericht nicht durch. Dann müssten auch andere Bürger Ausnahmegenehmigungen erhalten, das Fütterungsverbot drohe wirkungslos zu werden, entschied das Gericht ((Az: 18 K 1622/11). Zudem fänden Tauben durch Essensreste auch so ausreichend Futter. Gegen die Entscheidung kann der Anwalt Berufung beim Oberverwaltungsgericht Münster einlegen.

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