Für mehr Menschlichkeit: Ökumenischer Pilgerweg

Von: Andreas Schmeitz und Walter Nett
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Die Friedenskapelle auf dem Aachener Haarberg: Hier startet der vierte Ökumenische Pilgerweg. Foto: Ralf Roeger
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Das Ziel des Pilgerweges in der Jesuitenstraße in Aachen. Foto: Andreas Steindl
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Die Welsche Mühle stammt aus dem 15. Jahrhundert. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Getreidemühle einige Jahre als Farbholzmühle betrieben. Heute ist die Mühlenanlage Stadtteilbibliothek, Forum und Archiv des Heimatvereins Haaren/Verlautenheide 1984.
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Mitten im Rehmviertel liegt der Rehmplatz. Er ist benannt nach dem Aachener Unternehmer Gerhard Rehm (1816-1892). Er war gedacht als Standort für das geplante neue Polytechnikum, der späteren RWTH Aachen. Das wurde aber später am Templergraben errichtet.
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An der Wurm: Unter der Brücke des Berliner Ringes geht es von einer schönen Parkanlage mit Teich auf diesen schönen Weg. Rechter Hand (in Richtung Innenstadt) plätschert die Wurm in ihrem Bett. Bei schönem Wetter ist dieses sonnenverwöhnte Stück ein idealer Abschnitt, die Seele baumeln zu lassen.
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Der Synagogenplatz: 1984 wurde der ehemalige Promenadenplatz in Synagogenplatz umbenannt. Vor der neu errichteten Synagoge ließen die evangelischen und katholischen Kirchen Aachens diese Mahnmal aufstellen. Der Aachener Künstler Heinz Tobolla hat es entworfen.

Region. Keiner geht allein – Schritte zu mehr Menschlichkeit“: Unter diesem Motto startet am kommenden Samstag in Aachen an der Kapelle am Haarener Kreuz ein acht Kilometer langer Ökumenischer Pilgerweg Richtung Aachener Innenstadt. Die Kirche Hagios Dimitrios/St. Michael ist das Ziel. Die Strecke ist acht Kilometer lang.

Die Veranstalter sagen: „Der Pilgerweg steht im Zeichen des gemeinsamen Einsatzes der christlichen Kirchen in der Region für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.“ Das Thema des diesjährigen vierten Pilgerweges könnte angesichts des unermesslichen Leids der Flüchtlinge, die vor allem aus den Kriegsgebieten in Syrien bei uns eintreffen, nicht brennender sein, erklären die Veranstalter weiter.

Christa Nickels, Parlamentarische Staatssekretärin a.D., sagt stellvertretend für das Organisationsteam: „Mit dem Pilgerweg wollen die christlichen Kirchen ein Zeichen setzen – gegen Ungerechtigkeit, Krieg und die Zerstörung der Umwelt, die Tausende von Menschen zum Verlassen ihrer Heimat zwingen.“

Gemeinsam rufen die Kirchen zur Solidarität und zum Engagement für gerechte und menschenwürdige Lebensbedingungen auf. Nicht nur Christen, sondern alle Menschen guten Willens seien herzlich eingeladen, den Pilgerweg mitzugehen. Startpunkt ist die Kapelle am Haarberg zwischen Aachen und Würselen. Die Kapelle ist gut mit der Buslinie 11 zu erreichen, mit der man vom Aachener Hauptbahnhof oder vom Bahnhof Herzogenrath bis zur Haltestelle „Am Haarberg“ auf der „Alt-Haarener Straße“ fahren kann.

Unser Tipp: Von der Bushaltestelle bis zu dem Weg gehen, der kurz vor der Autobahnunterführung – aus Aachen kommend – rechts abgeht. Dem Weg etwa 800 Meter folgen, bis linker Hand der jüdische Friedhof zu sehen ist. Nun rechts Richtung Kapelle gehen.

Dann geht es richtig los. Aus der Kapelle kommend, biegen wir auf den links neben der Kapelle führenden Weg ab. Nach wenigen Metern geht rechter Hand eine Treppe ab, die etwas unterhalb auf unseren Weg stößt. Da es unser Anliegen ist, einen barrierefreien Weg zu gestalten, gehen wir den Weg bis zum Ende und biegen dort nach rechts ab. An der nächsten Kreuzung biegen wir wiederum rechts ab und laufen nun parallel zur Autobahn. Der Weg führt uns nach Haaren hinein in den Lindenweg. Diesem folgen wir weiter bis zur Tonbrennerstraße, in die wir nach links abbiegen. Wir überqueren die Haa-rener Gracht und biegen nach rechts in die Akazienstraße. Direkt an der nächsten Kreuzung biegen wir nach links in die Straße Haarbachtal, der wir bis zur Welschen Mühle folgen.

Entlang der Wurm

Von der Welschen Mühle gehen wir die Mühlenstraße bis zur Querstraße, an der wir nach rechts abbiegen. An der nächsten Kreuzung biegen wir wieder nach links in die Hofenburger Straße. Am Ende der Hofenburger Straße überqueren wir die Bahnlinie, die früher zum Nordbahnhof führte. Auf der Neuköllner Straße überqueren wir den Wendehammer, um nach rechts in den Park zu gehen. Den kleinen See rechter Hand liegen lassend, biegen wir den zweiten Weg ab und gehen entlang der Wurm.

Wir unterqueren den Berliner Ring (L 260) und gehen weiter parallel zur Wurm. Hier stoßen wir auf eine kleine Treppe, die aber für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen mit einem kleinen Umweg von vielleicht 20 Meter linker Hand umgangen werden kann. Wir wandern weiter parallel zur Wurm Richtung Europaplatz. Zwischendurch überqueren wir einmal über eine Fußgängerbrücke die Wurm und gehen auf der anderen Seite weiter.

Am Europaplatz ankommend biegen wir nach links in die Unterführung der A 544, überqueren anschließend die Joseph-von-Görres-Straße und gehen an dem Autohaus vorbei auf den Blücherplatz bis zur Sigmundstraße. Wir biegen nach links in die Sigmundstraße, der wir bis zum Rehmplatz folgen.

Den Verlauf der Sigmundstraße gedanklich verlängernd, wird der Weg auf der anderen Seite des Rehmplatzes in der Maxstraße fortgesetzt. An der Fußgängerampel wird die Heinrichsallee überquert. Der Promenadenstraße folgend, lassen wir rechter Hand die Synagoge liegen und überqueren anschließend den Willy-Brandt-Platz. Am Kugelbrunnen biegen wir nach rechts in die Adalbertstraße ein, die wir bis zum Ende gehen. Wir überqueren die Peterstraße und kommen zum Elisenbrunnen.

Durch den Elisengarten stoßen wir auf die Ursulinerstraße, auf die wir nach links in Richtung Münsterplatz biegen. Wir überqueren den Münsterplatz, den Dom auf der rechten Seite liegen lassend, und biegen am Ende des Münsterplatzes nach links in die Kleinmarschierstraße. Nach wenigen Metern biegen wir nach rechts in die Jesuitenstraße und kommen an unser Ziel: die Kirche Hagios Dimitrios/St. Michael.

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