Fünf Jahre Haft für Motorrad-Coup

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Düren/Bonn. Zwanzig Mal gelang einem Motorrad-Betrüger aus Düren derselbe Coup: Am Montag wurde er dafür vom Bonner Landgericht zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Als großer Motorradfan stellte der 37-Jährige sich privaten Verkäufern vor und nach einer verabredeten Probefahrt mit der Traummaschine blieb der Interessent verschwunden. Die Besitzer der Sportmaschinen waren zuvor nicht misstrauisch geworden, da der Angeklagte ihnen als Pfand seinen Rucksack, vor allem aber auch sein PKW und den dazu gehörigen Schlüssel hinterließ.

Das Pfand jedoch war nichts wert und Teil des kriminellen Plans: Denn die Autos kamen vom Schrott und Kennzeichen und Siegel waren gefälscht. Betrugsopfer wurden Motorradbesitzer aus Bonn, Euskirchen oder auch aus dem Rhein-Sieg-Kreis.

Die teuerste Maschine hatte einen Wert von 11.800 Euro. Der Schaden, der dem Angeklagten angelastet wird, wurde im Urteil mit 110.000 Euro angegeben. Der Angeklagte arbeitete für zwei Hintermänner, die ihm eine Liste von Motorrädern gegeben hatten, die er „einkaufen” sollte. Für jede abgelieferte Maschine bekam er 500 Euro.

Eine Marotte des Angeklagten: Eine halbe Stunde nach Beginn der Probefahrt meldete er sich bei den Besitzern per SMS und schrieb ihnen, dass sie ab jetzt ihr Motorrad als vermisst melden könnten. Von der Probefahrt sollten sie jedoch nichts sagen, da die Versicherung in diesem Fall nicht zahlen würde.

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