Frühling verabschiedet sich mit Donner und Starkregen in NRW

Von: dpa
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Wetter Hürtgenwald
Dunkle Wolken über einem Waldgebiet bei Hürtgenwald. Foto: Rene Pelzer/dpa

Essen. Der Frühling verabschiedet sich in Nordrhein-Westfalen launisch mit Blitz, Donner und heftigen Regenfällen. So heftig wie in anderen Bundesländern waren die Unwetter am Wochenende in NRW aber nicht. Am Sonntagabend sollte es dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge vor allem im Süden des Landes noch mal ordentlich nass werden. Auch mit Gewittern sei zu rechnen.

„Wir haben es mit labilen Luftmassen zu tun. Es ist sehr schwer einzuschätzen, wo die Niederschläge herunterkommen werden”, sagte DWD-Meteorologin Yvonne Tuchscherer am Sonntag. Unwetterwarnungen gab es für den späteren Sonntag aber nicht.

Schwere Gewitter mit Starkregen waren am Samstagnachmittag vor allem im Osten Nordrhein-Westfalens niedergegangen. Laut DWD war vor allem der südliche Kreis Höxter von Unwettern betroffen. Dabei seien stellenweise bis zu 52 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. In Siegen-Wittgenstein waren es 59 Liter.

Das Tief „Elvira” hatte schwülwarme „Waschküchenluft” von Südwesten her ins Land gebracht. Bereits am Freitag waren Unwetter über Nordrhein-Westfalen hinweggezogen - besonders stark tobte das Gewitter mit viel Regen in der Eifel: Keller liefen mit Wasser voll, vereinzelt stürzten Bäume um. Ein Blitzeinschlag sorgte am Kölner Hauptbahnhof für Zugverspätungen.

Berichte in sozialen Netzwerken über einen Tornado im Kreis Düren konnte der DWD aber nicht bestätigen: Bilder zeigten dramatische Wolkenformationen. Als Tornado sei ein Wolkenschlauch aber erst dann zu bezeichnen, wenn er den Boden berühre und Schäden anrichte.

Zu Beginn der kommenden Woche sollen die Unwetter laut DWD in den bislang verschont gebliebenen Osten und Norden Deutschlands abziehen. Mindestens bis Freitag muss aber laut Wetterdienst bundesweit noch mit starken Regenfällen und teilweise auch Gewittern gerechnet werden.

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