Bonn - Früherer Müllmanager Meys erneut vor Gericht

Früherer Müllmanager Meys erneut vor Gericht

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Bonn. Der ehemalige Geschäftsführer der Rhein-Sieg- Abfallwirtschaftsgesellschaft (RSAG), Karl-Heinz Meys, sitzt seit Dienstag erneut auf der Anklagebank.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 69-Jährigen Untreue vor. Zu Lasten der RSAG soll er im Dezember 1998 kurz vor dem Baubeginn der ICE-Trasse in einem Betreibervertrag die Preisstaffeln für die Entsorgung von Bauschutt aufgehoben haben.

Davon profitiert haben soll ein ebenfalls angeklagter 65-jähriger Bau-Unternehmer aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Den Schaden für die RSAG gibt die Staatsanwaltschaft mit über 800.000 Euro an.

Im Dezember 2004 war Meys wegen Bestechlichkeit in zwei schweren Fällen sowie Steuerhinterziehung in drei Fällen zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Meys hatte sich von Müllmulti Hellmut Trienekens mit Schmiergeldern in Millionenhöhe bestechen lassen. Dafür wurde Trienekens bei Auftragsvergaben im Bereich der Restmüllentsorgung sowie bei Verkäufen von RSAG eigenen Firmen bevorzugt.

Über zwei Millionen Euro waren auf einem Schweizer Schwarzgeldkonto von Meys gefunden worden, die am Fiskus vorbei geflossen waren. Meys sitzt derzeit seine sechsjährige Haftstrafe im offenen Vollzug in Euskirchen ab. Sein Antrag auf vorzeitige Entlassung zur Hälfte der Haftzeit hatte kürzlich auch in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht in Köln keinen Erfolg.

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