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Friedenspreis für Brückenbauer zwischen den Fronten in Nahost

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Aachen. 20 Jahre Aachener Friedenspreis, 60 Jahre Israel: Den doppelten runden Geburtstag nimmt die Initiative zum Anlass, die diesjährige Auszeichnung der israelischen Frauenorganisation Machsom Watch und dem evangelischen Pastor Mitri Raheb aus Palästina zuzuerkennen. Als nationaler Preisträger wird Andreas Buro, einer der maßgeblichen Wegbereiter der Friedensbewegung, geehrt.

Machsom Watch wurde 2001 von drei israelischen Frauen gegründet mit dem Ziel, Menschenrechtsverletzungen in den besetzten Gebieten entgegenzutreten. Zurzeit engagieren sich rund 450 aktive Mitglieder in der Initiative.

An 30 der rund 580 Kontrollposten, Schranken und Straßensperren im Westjordanland dokumentieren sie das Verhalten der israelischen Militärs und versuchen, gewaltsamen Konflikten entgegenzuwirken und eine Verständigung zu fördern.

Auf der anderen Seite der acht Meter hohen Trennungsmauer bei Bethlehem hat der Palästinenser Mitri Raheb (45), Pastor an der evangelisch-lutherischen Weihnachtskirche in Bethlehem, ein breit gefächertes Angebot an Bildungseinrichtungen sowie ein internationales Begegnungszentrum aufgebaut, um den Dialog zwischen den Völkern zu „von unten” voranzubringen.

Als einer der „Väter” der Friedensbewegung gilt der Politik-Professor Andreas Buro, der am 15. August seinen 80. Geburtstag feiert. Buro ist unter anderem durch intensive Studien über Möglichkeiten der zivilen Konfliktbewältigung bekannt geworden.

In seinen „Monitoring-Dossiers” stellte er konkrete Vorschläge für eine Friedenspolitik auch in Israel sowie im Iran und in den kurdischen Gebieten der Türkei vor. Zurzeit arbeitet er an einem solchen Konzept im Zusammenhang mit dem auch vom Aachener Friedenspreis geforderten Abzug deutscher Truppen aus Afghanistan.

Traditionell wird der Aachener Friedenspreis am Antikriegstag, dem 1. September, in der Aachener Aula Carolina verliehen. Als Laudator hat die Initiative den Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, gewonnen.

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