Aachen - Friedensorganisation pax christi erhält Bistumspreis

Radarfallen Bltzen Freisteller

Friedensorganisation pax christi erhält Bistumspreis

Von: Birgit Küchen
Letzte Aktualisierung:
Stolz auf die Auszeichnung:  C
Stolz auf die Auszeichnung: Christoph Stender, Gerold König, Sonja Billmann und Weihbischof Dr. Johannes Bündgens (von links). Foto: Ralf Roeger

Aachen. Rund um den Münsterplatz sind am Pfingstsamstag bei Sommerwetter kleine Stände mit Spezialitäten und Häkelarbeiten aus Rumänien und benachbarten Ländern aufgebaut. Derweil spielt „F6”, eine slowakische Roma-Band und entführt den Zuhörer in den Osten des Kontinents.

Anlass dieser Aktivitäten im Schatten des Doms ist die Auszeichnung der Friedensorganisation pax christi mit dem Preis „Lebendige Schätze” des Bistums Aachen.>

Im Rahmen der Renovabis-Pfingstaktion überreichte Weihbischof Johannes Bündgens gemeinsam mit Sonja Billmann, stellvertretende Vorsitzende des Diözesanrates der Katholiken, die dazugehörige Urkunde und würdigte in seiner Ansprache die Aktivitäten der Bewegung, die sich seit 20 Jahren in Osteuropa für Frieden und Versöhnung einsetzt.

Seither organisiert die Friedensbewegung für junge Menschen einen einjährigen freiwilligen Dienst in einem osteuropäischen Land. Sie lernen hierbei die jeweilige Landesprache und engagieren sich im Bereich der zivilen Konfliktlösung.

Für ihre zahlreichen Projekte wie beispielsweise Derventa, ein Projekt zum Aufbau ziviler Strukturen in Bosnien-Herzegowina, sendet pax christi Friedensdiensleistende zu sozialen Einrichtungen und zu Orten des Gedenkens wie zum Beispiel dem KZ Ausschwitz, dem Kindergarten der Caritas in Sarajewo oder der internationalen Jugendbegegnungsstätte auf dem ehemaligen Gut Moltke in Kreisau.

„Wir haben sicherlich mit und durch unser Handeln nicht die Welt retten können, aber unsere Friedensfachkräfte konnten in zahlreichen Dialogprojekten mit Menschen aus verfeindeten Ethnien und unterschiedlichen Religionsgemeinschaft einen kleinen Schritt in Richtung Versöhnung gehen”, erklärt Gerold König, Vorsitzender der Friedensbewegung pax christi im Bistum Aachen.

Umgekehrt ermöglicht die Bewegung auch die Aufnahme von Osteuropäern in Deutschland. „Seit einigen Jahren kommen regelmäßig Freiwillige aus Polen und Bosnien-Herzegowina nach Aachen, um hier in einem Behindertenheim und bei pax christi ihren Beitrag in Form eines Friedensdienstes für Versöhnung und Verständigung zu leisten”, so König.

Aber auch in Aachen setzt pax christi Zeichen, so geht das Aachener Friedenskreuz auf ihre Initiative zurück und auch die Organisation des Aachener Friedenslaufes, an dem jährlich etwa 4500 Kinder und Jugendliche teilnehmen, liegt in ihrer Verantwortung.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert