Freizeit-Tipp: Wandern und entspannen in Vaals

Von: Petra Vanderheiden Berndt
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Das Kasteel Bloemendal, ein Luxushotel, liegt ebenso am Wegesrand ... Foto: Petra Vanderheiden Berndt
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... liegt ebenso am Wegesrand wie die Catharina- Kapelle in Oud Lemiers. Foto: Petra Vanderheiden Berndt
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Sehenswert: der Julianaplein am Abend ...
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... und die Kirche in Holset.

Vaals. Die Wanderung beginnt in Vaals. Sie führt über den Schneeberg, Oud Lemiers und Holset. Gemütliche Cafés entlang des Weges laden zu Pausen ein. Auf manchen Wegen muss in dieser Jahreszeit mit Matsch gerechnet werden. Das ist bei der Wahl der Schuhe zu berücksichtigen.

Los geht‘s: Mit Blick auf das Mütterzentrum „Mama Mia“ folgen wir der Püngelerstraße links am „Mama Mia” vorbei. Oben angekommen geht es nach rechts weiter, der Alten Vaalser Straße nach. Sie bringt uns zur Kleng Wach, dem höchstgelegenen Zollgebäude der Niederlande. Das lassen wir links liegen. Die Alte Vaalser Straße mündet in die Tentstraat. Hier biegen wir links ab, laufen an der Glasbläserei „Cardinale” vorbei und bei dem Friseursalon wandern wir rechts die Bergstraat hinab. Bei der Abzweigung Koperstraat sehen Sie linkerhand die Kopermolen. Hier biegen Sie links ab.

Der neue Platz

Anmerkung: Wer sich den neuen Julianaplein anschauen möchte, geht rechts durch den Torbogen hindurch und hält sich geradeaus. Es ist aber auch auf dem Rückweg noch Gelegenheit dazu. Der gepflasterte Weg führt mit einer Rechtskurve am Brunnen des Gau-Bachs und an dem gleichnamigen Kunst-Café „Galerie de Gau” vorbei. Wir ignorieren den Torbogen rechts, halten uns links und folgen damit der Straße „Von Clermontplein“.

Diese bringt uns auf die Bosstraat. Schräg gegenüber folgen wir anschließend der Bloemendalstraat. Die Bloemendalstraat führt uns am Kasteel Bloemendal vorbei. Sie mündet in eine breite Holzbrücke an deren Ende wir rechts einige Stufen hinabsteigen, um am Polizeipräsidium vorbeilaufend auf die Maastrichterlaan zu treffen. Diese überqueren wir und folgen der Straße nach links in Richtung Gulpen. Wir passieren den Gemüsehandel (Akkerhof) und sehen nach 200 Metern ein Hinweisschild auf den Campingplatz „Hoeve Gastmolen”.

Am Senserbach

Hier biegen wir rechts ab. Die asphaltierte Straße führt bis an den Campingplatz. Gegenüber der Rezeption können wir die Böschung hinablaufen – bis an den Senserbach, den wir überqueren. Jetzt befinden wir uns in Deutschland. Ein kurzer Fußweg bringt uns an den Senserbachweg. Auf der gegenüberliegenden Seite gehen wir links an einem großen Gehöft vorbei – und weiter auf einem von überhängenden Bäumen beschatteten Fußweg aufwärts.

Am Ende stehen wir am Schneebergweg. Hier biegen wir rechts ab. Nach einigen hundert Metern bemerken wir linkerhand eine Panzermauer aus dem Zweiten Weltkrieg. In den zweiten Feldweg können wir rechts abbiegen, um uns die rund 300 Meter entfernte Schneebergkapelle anzuschauen. Wir gehen zum Schneebergweg zurück und folgen ihm nach rechts aufwärts. Im kleinen Waldstück, gegenüber einer Bank, biegen wir nach links ab und folgen dem breiten Feldweg zwischen zwei Golfplätzen. Auch nachdem der Golfplatz passiert ist, bleiben wir geraume Zeit geradeaus und ignorieren alle Abzweigungen.

Achtung! Zehn Meter bevor der Waldrand erreicht wird, wenden wir uns nach rechts und folgen einem undeutlichen Weg zwischen Buchen hindurch, immer parallel zum Waldrand. Es wird lichter. Wir erreichen eine T-Kreuzung und schauen in der Ferne auf den Windradpark von Vetschau. Hier geht es nach links weiter, an einem Zaun entlang auf das kleinere, einzeln stehende Windrad zu. Wir treffen auf ein weiteres Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg, die Höckerlinie. Zwischen Feldern laufend, wandern wir dann links am Windrad vorbei.

Aufgepasst: Nach etwa 300 Metern gehen wir links abwärts. Und 150 Meter weiter folgen wir nicht der Linkskurve, sondern laufen noch 100 Meter abwärts, um anschließend dem Grenzroute 1-Schild nach rechts zu folgen.

Dieser Weg mit herrlicher Fernsicht endet am Lemierser Berg. Im Café Bellevue kann man bei einer Tasse Kaffee und selbst gebackenen Waffeln, Kuchen oder Brötchen die phänomenale Aussicht genießen. Bei Sonnenschein von der Terrasse, bei Regen ist der Wintergarten eine gute Alternative.

Der Lemierser Berg

Am Lemierser Berg folgen wir der Straße 100 Meter abwärts. Dann können wir sie auch schon wieder nach rechts verlassen, um in einen Fußweg abzubiegen. Er ist mit Grenzroute 7 markiert. Eine Pausenbank ist hier perfekt platziert. Von ihr kann man die weitläufige Sicht genießen. Der Weg wird schmaler, führt leicht abwärts, an einer Gabelung orientieren wir uns links und entfernen uns damit von einem Wohngebiet.

Abwärts laufend erreichen wir eine asphaltierte Straße. Es geht nach links weiter, dem Grenzroute 7-Schild nach. Etwas weiter gehen wir über den Verkehrsweg (Lemierser Berg) und folgen einem Feldweg geradeaus. 200 Meter nach einer einsam stehenden Scheune zur Linken, biegen wir rechts ab, laufen abwärts bis zum Verkehrsweg und folgen nun der Straße bis nach der Linkskurve. Vorsicht! Es gibt hier keinen Fußweg.

Nach der Linkskurve sehen wir den Senserbach, biegen rechts ab und erreichen, am Senserbach entlanglaufend, eine Brücke. Wir befinden uns nun in Oud Lemiers. Nach der Sperre halten wir uns rechts und wandern an der Catharina-Kapelle vorbei.

Wir folgen der Straße bis zum Ende und biegen dann bei einem Wegkreuz rechts ab in eine breite, schattige Lindenallee. Nach kurzer Zeit geht es nach links weiter über eine mit Pflastersteinen belegte Straße, und wir wandern am Schloss Lemiers vorbei.

Anschließend geht es mit einer Linkskurve am Hermansbeek entlang. Wir überqueren den Bach, laufen an einem großen alten Fachwerkbau vorbei und finden uns an der Maastrichterlaan wieder. Geradeaus wandern wir am Café „Puur Vakwerk“ vorbei und folgen dann geraume Zeit einem Feldweg. Über einen Verkehrsweg (Harles) laufen wir geradeaus hinweg (Grenzroute 6) und wandern weiter einige hundert Meter auf einem schmalen Fußweg. Nur im Entenmarsch kann man hier laufen, denn der Pfad ist sehr steinig und schmal und bringt uns zu einer Gabelung. Der Wanderweg führt uns nach links weiter (gelb). In der Ferne erkennen wir schon das nächste Etappenziel, das pittoreske Örtchen Holset.

Das langgestreckte gelbe Gebäude und die Kirchturmspitze sind gut zu erkennen. Dahinter ragt der Wilhelminaturm in der Nähe des Dreiländerpunkts in den Himmel.

Die Wunderquelle

Wir folgen dem Feldweg eine geraume Zeit. Über den Platz von „Container Baggen“ erreichen wir einen Verkehrsweg. Wir wenden uns nach rechts. In dem Unterstand rechter Hand finden wir ein Wasserbecken. Einer Legende zufolge segnete der Bischof von Maastricht, Lambertus, im Jahr 692 diese Quelle und wandelte damit das bis dahin giftige Wasser in Trinkwasser um. Die Kirche ist nach ihm und der heiligen Genoveva benannt.

Sie müssen das Wasser nicht testen, denn der nächste Pausenplatz ist schon in Sichtweite. Neben „Osteopathie Holset“ folgen wir dem Weg aufwärts. Er führt entlang der Heiligenmauer, die Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Wir erreichen Holset-Zentrum. Von der Terrasse von „Oud Holset” oder „Leon” hat man einen schönen Blick auf die Kirche. Ins Auge fällt eine Frauenfigur neben der Kirche. Die hat ein Künstler aus Gulpen gefertigt. Engelchen und Teufelchen reden eindringlich auf die pummelige Dame ein. Der Engel will sie in die Kirche bringen, der Teufel überredet sie zum Cafébesuch. Um beiden gerecht zu werden, macht man in Holset einfach beides: Die Kirche von Holset ist durchaus sehenswert, und man kann bei meditativer Musik einen Moment innehalten.

Andere Perspektive

Jetzt heißt es nochmals aufgepasst. Wir gehen auf das Gebäude von „Domein Holset“ – links des Cafés „Het Klukske“ – zu und stoßen wiederum links auf einen sehr schmalen, von Hecken begrenzten Fußweg. Nach einem Drehkreuz laufen wir die letzten Meter über freies Feld und finden uns auf einem breiten Feldweg wieder. Wir wandern nach rechts, an einer Pausenbank vorbei und biegen dann nach etwa 400 Metern links ab in einen, mit einem Fußwegschild markierten Weg.

Diesen meist matschigen Weg müssen sich Wanderer und Reiter teilen. Aber das dürfte keine Problem darstellen, denn man nimmt Rücksicht aufeinander. Der Weg bringt uns auf eine wenig befahrene Straße, der wir nach rechts folgen – am Lemierser Fußballplatz vorbei. Beim Reiterhof (Otermans) wandern wir geradeaus den Fußweg hinauf.

Oben treffen wir dann wieder auf die Holzbrücke. Wir gehen nun denselben Weg zum Auto zurück, den wir vom Start weg schon gewandert sind. Die Richtungsänderung bietet einen schönen Perspektivwechsel.

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