Freispruch im Prozess um Hausexplosion

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Düsseldorf. Mehr als zwölf Jahre nach der verheerenden Explosion in einem Düsseldorfer Mietshaus mit sechs Toten ist eine Zeugin vom Verdacht des Meineids freigesprochen worden.

Für eine Verurteilung hätten nicht genügend Beweise vorgelegen, entschied das Düsseldorfer Amtsgericht am Montag. In dem Verfahren hatten auch die beiden sechsfachen Mörder ausgesagt, die das unrentable Mietshaus durch das Aufschrauben der Gasleitung in die Luft gejagt hatten.

Die Angeklagte soll von einem der Männer den Auftrag erhalten haben, das Tatwerkzeug - eine blaue Rohrzange - verschwinden zu lassen. Dies hatte sie stets bestritten. Auch beide zu lebenslanger Haft verurteilten Männer hatten versichert, ein solches Gespräch habe es nie gegeben. Eine frühere Belastungszeugin konnte sich angeblich nicht mehr erinnern. Vor neun Jahren hatte sie noch ausgesagt, eine entsprechende Anweisung gehört zu haben.

Der Hausbesitzer hatte im Sommer 1997 in der Düsseldorfer Krahestraße das Haus mitsamt den schlafenden Mietern von seinem Komplizen, einem Dachdecker, in die Luft sprengen lassen. Der Dachdecker hatte mit der Zange die Gasleitung im Keller geöffnet. Das Haus wurde völlig zerstört, sechs Bewohner starben, zwei wurden schwer verletzt.
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