Frauen-WM: Mönchengladbach bereit für das Sommermärchen

Von: Ralf Loweg und Arno Wester, dapd
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Möenchengladbach hat seine WM, auch wenn es „nur” die Frauen sind. Bei den Titelkämpfen der Männer 2006 fiel die Heimstätte des Bundesligisten Borussia noch aus dem Raster, fünf Jahre später wollen sich die Gladbacher nun als perfekter Gastgeber beweisen. Foto: dpad

Mönchengladbach. Mönchengladbach hat seine WM, auch wenn es „nur” die Frauen sind. Bei den Titelkämpfen der Männer 2006 fiel die Heimstätte des Bundesligisten Borussia noch aus dem Raster, fünf Jahre später wollen sich die Gladbacher nun als perfekter Gastgeber beweisen.

Und können dabei auf ein eingespieltes Team setzen. „Viele der Mitarbeiter der Außenstelle des Organisationskomitees sind beim Verein angestellt”, sagt Organisationsleiter Christian Clever, der zugleich auch Assistent der Geschäftsführung bei der Borussia ist.

Auch der Bürgermeister ist happy

„Wir sind einfach glücklich, dass wir dieses Mal bei diesem weltweiten Fußball-Ereignis sind, nachdem wir dies 2006 leider knapp verpasst hatten”, sagt Oberbürgermeister Norbert Bude. Lediglich der einen Steinwurf entfernte Hockeypark diente vor fünf Jahren als Austragungsstätte einer Weltmeisterschaft - und war durch den Titelgewinn der deutschen Hockey-Herren Schaupaltz für ein Sommermärchen nach dem Sommermärchen.

Nun hofft man in Mönchengladbach auf das „Sommermärchen reloaded”, wie das Motto der Frauen-WM lautet: „Wir haben bei der Hockey-WM 2006 bewiesen, dass wir gute Gastgeber sind und uns für Sport-Events begeistern. Ich denke, die Frauen-WM wird noch eine ganz andere Begeisterung entfachen können”, sagt Bude.

Die Voraussetzungen sind ideal. Die neue Spielstätte des fünfmaligen deutschen Meisters hat seit dem Umzug vom altehrwürdigen Bökelberg in den Borussia-Park 2004 schon reichlich Erfahrungen gesammelt. Viermal war die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw zu Gast. Mit dem 3:0 im letzten Testspiel gegen Kolumbien vor der WM 2006 erwies sich der Borussia-Park zumindest als Wegbereiter zum Sommermärchen.

Noch eine eigene Straße

Nach dem Ende der Bundesliga-Saison fehlt nun nur noch der Feinschliff. „Wir werden eine zusätzliche Straße in Stadionnähe anlegen und die Schilder-Führung verbessern”, sagt Clever. Die letzten Umbauarbeiten im Stadion selbst haben begonnen, pünktlich zu Beginn der WM wird der Borussia-Park 45.293 Sitzplätze fassen. „Wir werden das Stadion dreimal voll machen und uns als sympathische Gastgeber präsentieren”, sagte Borussias Präsident Rolf Königs.

Bereits mehr als 80.000 Karten wurden für die WM-Spiele verkauft, das Gruppenspiel der deutschen Weltmeisterinnen gegen Frankreich am 5. Juli (20.45 Uhr) ist so gut wie ausverkauft. Ein Aushängeschild der Stadt steht dann auch noch auf dem Platz: Die gebürtige Kosovo-Albanerin Fatmire Bajramaj. „Sie ist ein gutes Beispiel für gelungene Integration und damit ein tolles Vorbild. Lira zeigt jungen Frauen, dass es möglich ist, in einem Männersport trotzdem attraktiv und feminin zu bleiben”, sagt OK-Chefin Steffi Jones.

Neun Tage lang eine Party

Neben des Spiels der amtierenden Weltmeisterinnen finden im drittgrößten WM-Stadion das Vorrundenspiel zwischen Vizeweltmeister Brasilien und Australien am 29. Juni (18 Uhr) sowie das erste Halbfinale am 13. Juli (18 Uhr) statt. Dann möglicherweise erneut mit deutscher Beteiligung.

Mönchengladbach ist nicht nur Sport-, sondern auch traditionell Textilstadt. Selbstredend, dass die Frauen-Nationalmannschaft von einem Unternehmen aus der Stadt am linken Niederrhein eingekleidet wird. Das Motto der Mönchengladbacher Modemesse gilt auch für das Rahmenprogramm der Gastgeber-Stadt.

An neun Tagen lädt die Fanmeile auf dem Kapuzinerplatz ein. Dort spielen Bands wie Juli, es gibt ein NRWM-Fanfest, und die Fans können die Spiele auch noch auf einer 43 Quadratmeter großen LED-Wand verfolgen.
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