Franjo Pooth erneut als Zeuge vor Gericht

Von: ddp
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Franjo Pooth
Ist wieder mal erpresst worden: Unternehmer Franjo Pooth. Foto: dpa

Düsseldorf. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ist der Unternehmer Franjo Pooth am Donnerstag vom Düsseldorfer Landgericht als Zeuge vernommen worden. Der 39-jährige Ehemann von TV-Star Verona Pooth gilt als Kronzeuge im Prozess gegen einen mutmaßlichen Betrüger und Erpresser aus Aachen.

Der 57-Jährige soll versucht haben, Pooth um insgesamt 250.000 Euro zu betrügen. Nachdem das misslungen war, soll er die Stadtsparkasse Düsseldorf erpresst haben. So soll der vielfach vorbestrafte Kaufmann damit gedroht haben, eine DVD mit vermeintlichen Aufnahmen von gemeinsamen Bordellbesuchen von Franjo Pooth und Sparkassen-Vorstandsmitgliedern der Presse zuzuspielen.

Derartige „Besuche” habe es jedoch nie gegeben, sagte Pooth am Donnerstag im Prozess. „Ich war in keinem Bordell”, erklärte der 39-Jährige. Von angeblichen „Poker-Runden” mit den Sparkassen-Chefs oder gar „Mafia-Kontakte” wisse er auch nichts, dies seien „Hirngespinste”. Bei seiner ersten Vernehmung vor einer Woche hatte Pooth geschildert, dass sich der Angeklagte nach der Insolvenz seiner Firma „Maxfield” bei ihm gemeldet habe.

Angeblich wollte er für Pooth den Kontakt zu finanzkräftigen US-Investoren herstellen. Für diesen „Kontakt” hatte er nach Aussage des 39jährigen ein Vermittlungshonorar von 250.000 Euro verlangt. In Wirklichkeit soll es die „Investoren” nie gegeben haben. Pooth war auf das „Angebot” des Kaufmanns aus Aachen nicht hereingefallen. Dem vielfach einschlägig vorbestraften Angeklagten droht neben einer mehrjährigen Gefängnisstrafe auch eine anschließende Sicherungsverwahrung.

Wegen seines schlechten Gesundheitszustands kann das Gericht an jedem Prozesstag jeweils nur wenige Stunden verhandeln. Pooth war Anfang März vom Amtsgericht Düsseldorf wegen fahrlässiger Insolvenzverschleppung, Untreue, Bestechung im geschäftlichen Verkehr sowie Vorteilsgewährung verurteilt worden.
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