Forschungszentrum öffnet nach vier Jahren die Tore

Von: -vpu-
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Jülicher Spitzenforschung: Der Supercomputer „Juqueen“ hat eine Rechenleistung von fünf Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde. Foto: Limbach

Jülich. Zuletzt strömten gut 40.000 Menschen in eine der größten europäischen Forschungseinrichtungen zum „Tag der Neugier“. Gut möglich, dass sich am Sonntag, 29. September, noch mehr Besucher auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich „knubbeln“. Denn es ist recht selten, dass die staatliche Einrichtung mit einigen sensiblen Bereichen die Türen weit öffnet, und zudem liegt die bislang letzte Gelegenheit schon vier Jahre zurück.

In der Stadt sind Parkplätze ausgewiesen, von denen kostenlose Shuttlebusse die Gäste zum Zentrum befördern, denn der Campus des Forschungszentrums ist am Sonntag autofrei.

Auch das passt zum Leitthema beim „Tag der Neugier“ von 10 bis 17 Uhr: „Zukunftscampus“. Frei interpretiert kann man davon sprechen, dass die Jülicher Spitzenforschung zeigt, was sie für die Welt der Zukunft in petto hat.

„Wir wollen die Chance nutzen, unsere ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung für die Welt von morgen aufzuzeigen – in der Forschung und während der täglichen Arbeit“, erklärt Dr. Peter Burauel als Leiter der Stabsstelle Zukunftscampus.

Die Besucher erfahren, wie Jülicher Forschung die Ozonschicht schützt, welche neue Materialien der Energiewende zugute kommen oder beispielsweise auch, welchen Vorteil die Umrüstung der Außenbeleuchtung auf LED-Technik bietet.

Der Zukunftscampus zeigt selbstredend auch die Möglichkeiten zukunftsweisender Elektromobilität: mit Segways, Pedelecs oder Elektroautos wie beispielsweise einem Tesla Roadster.

Ungewöhnlich nahe kommen die Besucher am Sonntag auch den Großforschungsgeräten wie dem Supercomputer „Juqueen“, dem Teilchenbeschleuniger Cosy, dem Hirnatlas in 3D, der Atmosphären-Simulationskammer namens „Saphir“, Solarzellen, Elektronenmikroskopen oder auch den Brennstoffzellen.

Im Forschungszentrum Jülich arbeiten insgesamt weit über 5000 Menschen. Viele von ihnen stehen beim „Tag der Neugier“ bereit, um Fragen zu beantworten.

Das ist im Jülicher Schülerlabor JuLab ohnehin seit einigen Jahren Programm. Weil die Nachfrage so groß ist, wurde jüngst erst eine Erweiterung dieser Schnittstelle zu wissenshungrigen Kindern und Jugendlichen eröffnet.

Spielerische Experimente sind am Sonntag im JuLab und gleich nebenan möglich, denn das Forschungszentrum ist Gastgeber des Exploregio-Lernfestes.

Die Partner in diesem Netzwerk außerschulischer Lernorte präsentieren Mitmachexperimente zum Thema Nachhaltigkeit. Auch eine Forschungsrallye wird es geben.

Einblicke in die Welt der Biotechnologie erlaubt das „BIO Technikum“. in einer zweistöckigen mobilen Erlebniswelt.

Wissenschaft ohne Unterhaltung gibt es heutzutage kaum mehr – auf der Seebühne gibt es ein buntes Programm mit Interviews, einer Experimentiershow, „Heckers Hexenküche“, Live-Musik und Tanzshows. Zahlreiche Wissenschaftler stehen zu Gesprächen bereit.

Einige prominente Gäste aus Düsseldorf und Berlin besuchen Jülich am Sonntag aus einem ganz bestimmten Anlass – auf dem Gelände wird eine Einrichtung auf dem Gebiet der Nanoelektronik eröffnet: die insgesamt 25 Millionen Euro teure „Helmholtz Nanoelectronic Facility“, die in enger Partnerschaft mit der RWTH Aachen betrieben wird.

Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich ein hochmodernes Reinraumzentrum zur Arbeit mit kleinsten Strukturen, das auch von der Industrie genutzt werden kann. Auch das ist ein Bestandteil des Zukunftscampus‘, den Vorstandschef Achim Bachem auf diese kurze Formel bringt: „Wir setzen auf eine nachhaltige Entwicklung.“

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