Flugpassagiere mit mehr Flüssigkeiten im Handgepäck

Von: dpa
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Das Verbot von Flüssigkeiten im Handgepäck ist bei vielen Flugreisenden anscheinend in Vergessenheit geraten. An einigen Flughäfen in Nordrhein-Westfalen steigen die Mengen der Zahnpastatuben, Parfumflakons und Cremedosen, die verärgerte Passagiere in den Müll werfen müssen. Foto: dpa

Düsseldorf. Das Verbot von Flüssigkeiten im Handgepäck ist bei vielen Flugreisenden anscheinend in Vergessenheit geraten. An einigen Flughäfen in Nordrhein-Westfalen steigen die Mengen der Zahnpastatuben, Parfumflakons und Cremedosen, die verärgerte Passagiere in den Müll werfen müssen.

Das berichteten Airportsprecher am Freitag auf Anfrage.

Vor fast sechs Jahren war das Flüssigkeiten-Verbot EU-weit eingeführt worden. Am mit 20 Millionen Passagieren landesweit größten Airport in Düsseldorf müssen sich die Passagiere pro Monat bei der Handgepäckkontrolle von 20 Tonnen Flüssigkeiten trennen. Das monatliche Aufkommen liege um 20 Prozent über dem Durchschnitt des Vorjahres, sagte Flughafensprecher Christian Hinkel. Der Flughafen Münster-Osnabrück verzeichnet mit mehr als einer Tonne pro Monat einen zehnprozentigen Anstieg.

Am Niederrhein-Flughafen Weeze sind es monatlich drei Tonnen, berichtet Sprecher Holger Terhorst. Tendenz gleichbleibend. Am Köln/Bonner Airport lagen keine Zahlen vor.

Seit November 2006 dürfen im Handgepäck nur noch Flüssigkeiten und Cremes in 100 Milliliter großen und verschlossenen Behältern in wieder verschließbaren Plastikbeuteln mitgenommen werden. Am Düsseldorfer Flughafen werden angebrochene Packungen entsorgt, originalverpackte dagegen an die Jugendberufshilfe weitergegeben, erklärt Sprecher Christian Hinkel.

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