Fliegerhorst startet in die Eurofighter-Ära

Von: Jörg Abels
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Die ersten vier von 35 Eurofightern nehmen in Nörvenich den Flugbetrieb auf.

Nörvenich. Mit knapp einjähriger Verspätung hat auf dem Fliegerhorst Nörvenich am Mittwoch die Eurofighter-Ära begonnen. Das Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke” ist der dritte Verband der Luftwaffe, der mit dem hochmodernen Kampfflugzeug der vierten Generation ausgestattet wird, aber der erste, in dem der Eurofighter nicht in der Luftverteidigungsrolle, sondern als Jagdversion für den möglichen Einsatz gegen Bodenziele eingesetzt wird.

„Das ist ein wichtiger Meilenstein für die Luftwaffe und bedeutet einen Quantensprung für die operative Kampfführung”, betonte Generalleutnant Peter Schelzig, Befehlshaber des Luftwaffenführungskommandos in Köln.

Die Einführung des hochmodernen Waffensystems erfolgt in mehreren Tranchen. Während am Mittwoch die ersten vier von insgesamt 35 für den Verband vorgesehenen Flugzeugen auf dem Fliegerhorst im Rahmen eines feierlichen Appells offiziell in Dienst gestellt wurden, sollen im kommenden Jahr neun weitere Maschinen folgen. Ende 2013/Anfang 2014 sollen dann die letzten Eurofighter an das Jagdbombergeschwader übergeben werden.

So lange aber wird der Tornado, der nach dem Starfighter seit Mitte der 80er Jahre ein Vierteljahrhundert lang das Leben auf dem Fliegerhorst geprägt hat, jedoch nicht mehr in Nörvenich bleiben. Die in die Jahre gekommenen Jagdbomber werden den Flugplatz bereits Ende Juni 2010 verlassen. Bis dahin erfolgt paralleler Flugbetrieb.

Verbunden mit der Einführung des Eurofighters sind Investitionen von mehr als 140 Millionen Euro in die Infrastruktur, die den Standort Nörvenich für Jahrzehnte sichern. „Damit bleiben auch fast 400 Arbeitsplätze für Zivilbeschäftigte erhalten”, hob Karl-Peter Brendel, Staatssekretär im NRW-Innenministerium, am Mittwoch hervor, dass der Fliegerhorst ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region bleibt.

Allein der Bau des neuen Flugsimulators hat mehr als 40 Millionen Euro verschlungen. Er kann in Kürze in Betrieb genommen werden. Und auch der Rohbau des 8,1 Millionen Euro teuren Liegeplatzgebäudes, der künftigen Operationszentrale des Geschwaders, liegt voll im Zeitplan. Ab Januar schließlich wird mit dem Umbau der Flugzeug-Shelter begonnen. Und weitere Millionen flossen bereits in hoch- moderne Informationstechnologie, die den Flugbetrieb mit dem Eurofighter erst ermöglicht.
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