Maastricht - Filmzentrum im alten Kraftwerk

Filmzentrum im alten Kraftwerk

Von: Günter H. Jekubzik
Letzte Aktualisierung:
1905 baute die Keramikfabrik
1905 baute die Keramikfabrik „Sphinx” am Maasufer ihr eigenes Kraftwerk. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, deshalb wird die gesamte Konstruktion restauriert.

Maastricht. Das über die Region hinaus erfolgreiche Programmkino „Lumière” erhält 2014 ein neues Zuhause. Nach fünf Jahren Planung hat die Stadt Maastricht das OK für ein spektakuläres neues Kino in dem aufstrebenden Stadtteil Bassin gegeben.

Beim ehemaligen Industriekomplex von Sphinx-Keramik, der „Timmerfabriek”, sollen später auch Theater, Ausstellungen und Konzerte angesiedelt werden. Nur 700 Meter vom Markt entsteht, ergänzt um eine professionelle Kunstausbildung, dann ein „Quartier des Arts”.

Dass sich das „Lumière” zu einem Umzug bewegen ließ, kann man angesichts der neuen Lage verstehen, obwohl schon der vor wenigen Jahren restaurierte Komplex in einem alten Kapuziner-Kloster eine beneidenswerte Heimat für den Arthouse-Film war und die Anwohner sogar für den Verbleib des Nachbarn protestierten, An einem kleinen Binnenhafen am Ende der Zuid-Willemsvaart, den jetzt schon Restaurants säumen, wird es neben den sechs Sälen noch Café und Terrasse am Wasser geben. Openair im Sommer ist fest eingeplant.

Bei der Entscheidung war hilfreich, dass auch dieses Projekt als Baustein für „Via 2018”, Maas­trichts Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2018, gesehen wird. Visionär ist dabei nicht nur die reizvolle Architektur, die die Kinosäle und Begegnungsstätten in den riesigen Raumkörper einer ehemaligen Kesselhalle hängt. Auch soll nach Vorstellung der Lumière-Leiter David Deprez und Nico Haenen dort mehr als Kino stattfinden.

Das neue „Lumière” bietet demnächst mehr Platz - für mehr Zuschauer und neue Themen. Von der Vergrößerung auf 500 Plätze profitiert vor allem der große Premierensaal mit 160 Sitzen, denn das „Lumière” sieht sich als das einzige Premierenkino Limburgs.

Mit einem über puren Abspielbetrieb hinausreichenden Gesamtkonzept soll die ganze Region filmisch wachsen, denn das neue „Lumière” wird auch eine Plattform für Filmproduktionen sein. Also insgesamt ein euregionales Filmzentrum.

Die erste Investition für das neue Kulturprojekt liegt bei 20 Mio. Euro, die zu großen Teilen von der Stadt Maastricht, der Provinz und der Entwicklungsgesellschaft des neuen Viertels getragen werden. Der Bau-Entwurf von „JHK architecten” und dem Architekturbüro Verlaan & Bouwstra setzte sich in einer europaweiten Ausschreibung durch. Anfang 2013 werden die Bauarbeiten beginnen.
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