Feuerteufel zieht DNA-Spur durchs Land

Von: Heiner Hautermans
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Durch den Schwelbrand in der N
Durch den Schwelbrand in der Nacht zum 16. Oktober wurde die Turnhalle der Gesamtschule völlig verrußt und war einige Zeit unbenutzbar. Dadurch bekamen auch die Brander Vereine Probleme. Foto: Harald Krömer

Aachen. Aachen ist in den letzten Jahren von Feuerteufeln heimgesucht worden. Nicht nur Dutzende von Autos und Lkw sind in Flammen aufgegangen, sondern auch Keller und Turnhallen wurden in Brand gesetzt.

Einem von ihnen versuchen die Aachener Fahnder nun mit Hilfe von „Aktenzeichen XY ...ungelöst” auf die Spur zu kommen. Er hat eine DNA-Spur durch halb Deutschland gezogen. Die Behörden schließen nicht aus, dass es sich um einen ehemaligen oder jetzigen Schüler der Gesamtschule Brand handeln könnte. Polizeisprecherin Sandra Schmitz: „Die Vermutung liegt nahe.”

Die Serie von vier Bränden beginnt am Ende der NRW- Sommerferien auf Langeoog. Dort wird am 27. oder 28. August 2010 Feuer im Cockpit einer Cessna gelegt. Der Täter verletzt sich, die Flammen erlöschen von selbst. Aus dem Flugzeug werden zwei Seenotraketen und ein Rettungsfloß gestohlen.

Am 21. September dringen Feuerteufel in die Gesamtschule Brand ein und legen Feuer in einem Klassenraum. Wenig später, am 12. Oktober, wird eine Weste auf einem Anbau einer Villa an einem Fensterladen entzündet. Auch dieses Feuer erstickt von selbst. Nur vier Tage später wird in der Turnhalle der Gesamtschule an der Rombachstraße der Aufsehen erregendste und folgenreichste Brand gelegt. Der Schaden wird diesmal auf zwei Millionen Euro geschätzt. An allen Orten wurde derselbe genetische Fingerabdruck gefunden. Unklar ist, ob auch der Brand der Turnhalle der Marktschule Ende Oktober 2010 auf das Konto dieses Täters geht. Dort wurde keine DNA gefunden.

Hoffen auf Hinweise

Kriminalhauptkommissar Ralf Küpper wird die Fälle in der ZDF-Sendung am Mittwoch, 15. Februar (20.15 Uhr), vorstellen. Die Polizei hofft auf zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung und rechnet sich gute Chancen aus, zumal auch 3000 Euro Belohnung ausgesetzt worden sind, 2000 von dem Flugzeugbesitzer und 1000 von der Staatsanwaltschaft Aachen. Sprecherin Schmitz: „Das ist eine Reihe von Orten, die nicht jeder auf dem Zettel hat.”

Auf der Homepage der Schule wird aktuell eine Zahl von 1280 Schülern genannt. Gesucht wird nach einer Person, der den Bezug zur Nordseeinsel Langeoog, nach Hamburg und eben zur Gesamtschule Brand hat. Insgesamt sei der Täter mit erheblicher Energie vorgegangen: „Ein Haus anzuzünden, davon geht schon erhebliche Gefahr aus.”
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