Feuer in Flüchtlingsheim: 30-Jähriger verurteilt

Von: wos
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Der 30-jährige Flüchtling Anis A. aus Kreuzau wurde zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Symbolbild: dpa/Henning Kaiser

Aachen/Düren. Zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten ist am Mittwoch Abend der 30-jährige Flüchtling Anis A. aus Kreuzau vom Aachener Landgericht verurteilt worden. Die Kammer unter Vorsitz von Richter Markus Vogt sah es als erwiesen an, dass der aus Algerien stammende A. am 18. März dieses Jahres gegen 19.30 Uhr ein Sofa in der Flüchtlingsunterkunft in Brand gesetzt hatte.

A. habe die strafrechtlich als schwere Brandstiftung klassifizierte Tat allerdings im Zustand verminderter Schuldfähigkeit begangen, begründete Richter Vogt das milde Urteil. Der Flüchtling habe zum Tatzeitpunkt unter einer vorübergehenden Psychose gelitten.

Der Beschuldigte hatte zugegen, vor der Brandstiftung randaliert und ein öffentliches Telefon zerstört zu haben. Außerdem lief er mit einem Messer herum und bedrohte Mitbewohner. An all dies hatte sich A. erinnern können, nur die Brandstiftung schien er verdrängt zu haben.

Doch die 1. Große Strafkammer war überzeugt von der Tat des 30-Jährigen und verurteilte ihn zu der Haftstrafe.

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