Feinstaubbelastung geht leicht zurück

Von: dapd-nrw
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Messcontainer für Feinstaub in Dortmund
Die Messgeräte für Feinstaub (vorne) und Stickstoffdioxid ragen aus dem Dach eines so genannten Luftqualitätsüberwachungssystem (LUQS) des Landesumweltamtes NRW: Von Schadstoffen in der Atemluft gehen möglicherweise größere Gesundheitsgefahren aus als bisher bekannt. Foto: dpa

Düsseldorf. Die Feinstaubbelastung in Nordrhein-Westfalen ist im vergangen Jahr weiter leicht zurückgegangen. Der Grenzwert sei nur noch an 5 von 69 Messstationen an mehr als 35 Tagen im Jahr überschritten worden, teilten das Landesumweltamt (LANUV)in Recklinghausen und das Umweltministerium in Düsseldorf am Donnerstag mit.

2009 gab es noch an acht Messstationen solche Überschreitungen, 2007 waren es sogar 17 Stationen. Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) machte für den Rückgang Umweltzonen, Durchfahrverbote für Lkw und Partikelfilter für Dieselfahrzeuge verantwortlich.

Verschlechtert hat sich jedoch die Lage bei der Stickstoffdioxid- belastung. Dabei überschritten im Jahresmittel 78 von 121 Messstationen den festgelegten Grenzwert, wie das LANUV erklärte. Im Vorjahr waren es zwei Stationen weniger.

Remmel forderte daher einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, um mehr Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn zu bewegen. Dabei sieht der Grünen-Politiker auch die schwarz-gelbe Bundesregierung in der Pflicht. Sie müsse die Länder ausreichend finanziell unterstützen, damit die Infrastruktur entsprechend ausgebaut werden könne, forderte der Umweltminister.

Zugleich kritisierte er, es fehlten finanzielle Anreize, um Autos oder Motorräder schadstoffärmer zu machen, beispielsweise über die Kfz-Steuer. „Die Bundesländer werden mit ihrem Kampf gegen Luftschadstoffe und damit für die Gesundheit der Bürger alleine gelassen”, klagte Remmel.

Wer sich über die aktuellen Ergebnisse der Schadstoffmessungen informieren möchte, kann dies im Internet unter http://lanuv.nrw.de oder unter http://umwelt.nrw.de tun.
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