Falle für den Panther

Von: Juliane Kern und Marlon Gego
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der Panther, der seit mehr als einer Woche in der Nähe von Malmédy umherstreift, ist am Donnerstagabend erneut gesichtet worden.

Gegen 20.30 Uhr hatten Polizisten das Tier wieder nahe der Ortschaft Falize entdeckt. Wie die Polizei Malmédy erklärte, werde derzeit geprüft, ob das Tier mit einem Panther-Baby angelockt und dann betäubt werden könnte. Das hat ein belgischer Experte vorgeschlagen.

Für den Aachener Zoologen und Direktor des Euregiozoos, Wolfram Graf-Rudolf, klingt dieser Plan „etwas absurd”. Der Panther sei kein Gemeinschaftstier und würde sich kaum von einem Jungen anlocken lassen. „Ich würde der Raubkatze eher etwas zu essen als etwas zu kuscheln anbieten”, sagte Graf-Rudolf auf Anfrage.

Da der Panther sich seit wenigstens eineinhalb Wochen an der gleichen Stelle aufhält, vermutet Graf-Rudolf, dass sein Orientierungssinn etwa durch die Nähe zur Autobahn beeinträchtigt sein könnte. Das lege die Vermutung nahe, er habe nicht genug zu essen und könne hungrig sein. „Und wenn Panther hungrig sind, werden sie in der Regel aggressiv”, sagte Graf-Rudolf weiter.

Deswegen sprach er sich erneut für den Einsatz einer Kastenfalle aus, durch die die Katze mittels Köder in einen Käfig gelockt wird, der sich dann automatisch schließt. „Für mich ist das die einzige Möglichkeit, die Katze jetzt noch zu fangen”, sagte Graf-Rudolf. Mit jedem Tag, der verstreiche, steige die Wahrscheinlichkeit, ihn erschießen zu müssen.

Allerdings sind sich die belgischen Behörden ihrer Vorgehensweise noch nicht ganz sicher. Kosten für den Einsatz eines Panther-Babys werden von „L und D”-Filmtiere übernommen.

„Wir verhandeln gerade mit dem Bürgermeister, wer den Einsatz bezahlt”, sagte ein Polizeisprecher gegenüber dieser Zeitung. Oberstes Ziel sei es nach wie vor, das Tier lebend zu fangen. „Wir wollen es auf keinen Fall töten.”
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