Düsseldorf/Aachen - Fahrradklima in Aachen und Düren erhält die Note 4

Fahrradklima in Aachen und Düren erhält die Note 4

Von: wg/cs
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Ein Radfahrer fährt auf einem Radweg zwischen Autos. Am Donnerstag wurde der ADFC Fahrradklima-Test vorgestellt. Foto: dpa

Düsseldorf/Aachen. Immer mehr Fahrradfahrer in NRW klagen über geparkte Autos auf Radwegen. Auch zunehmende Diebstähle, fehlender Herbst- und Winterdienst für Radewege, ungeeignete Ampelschaltungen und Baustellen nerven Radler.

Nach dem aktuellen „Fahrradklimatest“ des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) bewerten Radfahrer die Bedingungen in NRW als nur „mäßig“. Dabei bleibt die Studentenstadt Münster mit der Schulnote 2,5 die fahrradfreundlichste Großstadt in Deutschland. Auf dem zweiten und dritten Platz folgten die Städte Karlsruhe und Freiburg.

Aachen liegt unter den 39 Großstädten mit der Note 3,9 auf Platz 16 – drei Plätze schlechter als 2012. Damals erhielt Aachen von den Fahrradfahrern die Note 3,76. Neben Münster liegen in der aktuellen Bewertung noch die NRW-Städte Oberhausen (Platz 7) und Bielefeld (11), es folgen Bonn (18), Krefeld (31), Düsseldorf (34), Köln (36) und Mönchengladbach (38).

Bei den „kleinen Großstädten“ (100.000 bis 200.000 Einwohner) liegt Düren mit der Gesamtnote 4,1 auf Platz 83 von insgesamt 100 Städten bundesweit. Besonders schlecht wurde von den Dürener Radfahrern die Kontrolle von Falschfahrern auf Radwegen bewertet. Für diesen Einzelaspekt erhielt die Stadt die Note 5,2.

Bei den Städten bis 100.000 Einwohner landete Erkelenz auf einem guten 57. Platz von bundesweit 292 Städten. Mit der Note 3,3 erhielt die Stadt die beste Bewertung aller Städte in unserer Region. Insgesamt sind laut Fahrradclub viele kleine Städte fahrradfreundlicher als Großstädte.

„In fast jeder Stadt gibt es noch erheblichen Handlungsbedarf“, sagte ADFC-Landeschef Thomas Semmelmann. Selbst Radler, die täglich unterwegs seien, fühlten sich mehrheitlich nicht sicher beim Radfahren. Deshalb müssten die Bürgermeister das „Radfahren zur Chefsache machen“. Aus Sicht Semmelmanns könnten Städten oft mit wenig Aufwand Radfahren sicherer machen – etwa durch mehr „Knöllchen“ für Parker auf Radwegen. Semmelmann räumte ein, dass der Ausbau einer fahrradfreundlichen Infrastruktur in bergigen Regionen schwieriger ist als in den Radhochburgen etwa im Münsterland.

Der ADFC ermittelte die Fahrradfreundlichkeit deutscher Städte zum sechsten Mal. Dazu beteiligten sich im Herbst bundesweit mehr als 100.000 Radfahrer, die ihre jeweiligen Heimatstädte bewerteten. Allein in Nordrhein-Westfalen machten 30.000 Radler in 137 Städten mit.

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