Roetgen/Fringshaus - Explosives im Erdreich: Granatenlager an B258 entdeckt

Explosives im Erdreich: Granatenlager an B258 entdeckt

Von: Peter Stollenwerk
Letzte Aktualisierung:
granaten b258
Der belgischen Minensuchdienst sicherte gemeinsam mit der Polizei den spektakulären Granaten-Fund nahe Fringshaus. Foto: Andreas Gabbert

Roetgen/Fringshaus. Ein spektakulärer Munitionsfund sorgte am Mittwoch an der Bundesstraße 258 zwischen Fringshaus und Roetgen für Aufregung. Im Waldbereich an der kleinen Himmelsleiter gegenüber der Einmündung des Sternweges waren in Richtung Roetgen gesehen auf der linken Seite ein Spaziergänger auf einen verdächtigen Metallgegenstand gestoßen, der zum Teil in der Erde vergraben war.

Beim näheren Hinsehen entpuppte sich das Metallstück als ausgewachsene Granate. Da sich das Fundstück auf belgischem Gebiet befand, wurden die zuständigen Behörden aktiv. Die Polizei Eupen verständigte umgehend den Minensuchdienst, der dann bei einer näheren Überprüfung der Fundstelle feststellte, dass sich hier unmittelbar unter der Grasnarbe auf engstem Raum insgesamt 20 Haubitzengranaten aus dem ersten Weltkrieg befanden. Die stark verrosteten Geschosse sind rund 60 Zentimeter lang und 15 Zentimeter dick.

Der Fundort befindet sich nur etwa fünf Meter von der Fahrbahn entfernt. Im Zuge der Amtshilfe wurde durch die deutsche Polizei die Straße im Bereich des Fundortes vorübergehend halbseitig abgesperrt, auch deshalb, weil einige kleinere Bäume gefällt werden mussten, um die Fundstelle besser zugänglich zu machen. Der Minensuchdienst lud die Granaten auf und sorgte für deren Abtransport.

Die Gefahr, die von der rund 100 Jahre alte Munition ausging, war für die Männer des Suchdienstes offenbar gut einzuschätzen, denn vor dem Aufladen schlugen sie mit Hämmern das festgebackene Erdreich von den Metallhülsen. Gegen 16.30 Uhr traf der Lkw ein, um die Munition abzutransportieren, ehe sie auf dem belgischen Truppenübungsplatz Elsenborn dann endgültig unschädlich gemacht wird.

Kürzlich Handgranate entdeckt

Das besagte Gelände wird nur äußerst selten von Wanderern betreten, allenfalls finden hier in größeren Abständen Forstarbeiten statt. Solche Arbeiten fanden hier auch in der vorigen Woche statt. Möglicherweise ist dabei unbemerkt eine der Granaten teilweise an Tageslicht befördert worden.

Das Gebiet auf belgischer Seite entlang der B 258 war erst im Herbst vergangenen Jahres Schauplatz eines Munitionsfundes gewesen. Im Zuge der Neuerrichtung des Offermann-Kreuzes unterhalb von Fringshaus wurde bei den Vorbereitung für die Aufstellung des historischen Blausteinkreuzes von ehrenamtlichen Helfer des Roetgener Heimat- und Geschichtsverein eine Handgranate aus dem zweiten Weltkrieg gefunden.

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