Explosion in Heerlen: Verdächtiger festgenommen

Von: lea
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Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Heerlen wurde eine Woche später nun ein Verdächtiger festgenommen. Foto: Markus Bienwald

Heerlen. Neue Entwicklung im Fall der schweren Explosion in einem Heerlener Mehrfamilienhaus in der vergangenen Woche: Nachdem als Ursache der Diebstahl von Gasleitungen ermittelt worden war, hat die niederländische Polizei nun einen Mann festgenommen. Die Explosion hatte über 40 Gebäude unbewohnbar gemacht und mindestens zehn Millionen Euro Schaden angerichtet.

Der 26-jährige Verdächtige ist am Montag verhaftet worden, wie niederländische Medien berichten. Bei der Gasexplosion in der Van Weerden Poelmanstraat am 20. April wurden drei Menschen verletzt, einer von ihnen schwer. Durch die schwere Detonation wurden auch 43 Häuser in der Umgebung so schwer beschädigt, dass sie derzeit nicht bewohnt werden können. Dutzende Menschen werden nach Medienangaben noch wochenlang warten müssen, bis sie in ihre Wohnungen zurückkehren können. Der Sachschaden wird auf mindestens zehn bis fünfzehn Millionen Euro geschätzt.

Die Untersuchungen der Polizei hatten ergeben, dass Metalldiebe in einer leerstehenden Wohnung des vierstöckigen Gebäudes Gasleitungen gestohlen und damit die Explosion ausgelöst hatten. Ob die Festnahme des 26-Jährigen in Zusammenhang mit diesem Diebstahl steht, ist noch unklar. Da der Mann sich in Haft befindet, wollte die Polizei zunächst keine weiteren Informationen bekanntgeben.

„Die Ermittlungen laufen derzeit noch“, sagte ein Sprecher der Polizei. Es sei nicht auszuschließen, dass mehrere Verdächtige an dem Vorfall beteiligt gewesen sein könnten. Eine Sonderkommission von 15 Beamten ist derzeit mit dem Fall beschäftigt.

Der 26-Jährige wird noch vor Ende der Woche dem Haftrichter vorgeführt, der entscheiden wird, ob der Mann in Untersuchungshaft bleiben muss. Ein Sprecher der Wohnungsgenossenschaft Wonen Zuid, der Eigentümerin des zerstörten Gebäudes, zeigte sich über diese erste Festnahme erleichtert. Die Anwälte der Genossenschaft würden weitere Schritte einleiten, wenn sich der Verdächtige als verantwortlich herausstellen sollte.

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